Box Office: Anhalter statt Actionhelden - DER SPIEGEL
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Box Office Anhalter statt Actionhelden

Pech für Ice Cube: Er schaffte es mit seinem Debüt als Actionheld in "XXX2" nur auf Rang drei der amerikanischen Kinocharts. Den Spitzenplatz eroberte die Verfilmung des Kult-Romans "Per Anhalter durch die Galaxis". Immerhin: In Deutschland war der US-Rapper erfolgreicher.
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Los Angeles/Hamburg - Vielleicht eignet sich der harte Westküsten-Rapper Ice Cube doch eher als Komödienheld. Während er mit der "Barbershop"-Reihe und dem Familienspaß "Are We There Yet?" Erfolge an der Kinokasse feierte, misslang sein Debüt als Actionheld gründlich: Nur 13,7 Millionen Dollar spielte "XXX - State of the Union"  am Wochenende ein. Der erste Teil des Spektakels war vor drei Jahren mit 44,5 Millionen Dollar Umsatz gestartet - allerdings mit Vin Diesel in der Hauptrolle. Nachfolger Ice Cube musste sich nun mit Rang drei der nordamerikanischen Kinocharts begnügen, noch hinter dem Spitzenreiter der Vorwoche, Sidney Pollacks Uno-Thriller "Die Dolmetscherin", der in seiner zweiten Woche 14,2 Millionen Dollar umsetzte.

Platz eins ging indes an die Verfilmung des Kult-Romans "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams, die ihren Einstand in den Box-Office-Charts mit 21,7 Millionen Dollar gab. Übrigens kein Top-Ergebnis, denn amerikanische - ebenso wie deutsche - Kinobetreiber klagen seit Wochen über mangelnde Besucher. Die ersten zwölf Filme der Charts setzten insgesamt nur 84 Millionen Dollar um, glatte zehn Prozent weniger als am selben Wochenende vor einem Jahr. So schaffte es der - laut US-Kritik - eher missratene "Hitchhiker's Guide to the Galaxy"  offenbar dank der reinen Neugier des Publikums auf den Spitzenplatz. Die amerikanische Presse bemängelt vor allem die schiere Unübersichtlichkeit und Überfrachtung des Plots. Die Science-Fiction-Klamotte mit Sam Rockwell, Alan Rickman, Mos Def und "The Office"-Darsteller Martin Freeman startet in Deutschland am 9. Juni.

Die PLätze vier und fünf belegen zwei alte Bekannte: Der Gruselthriller "The Amityville Horror"  setzte in seiner dritten Woche noch einmal 8,1 Millionen Dollar um, der Abenteuerfilm "Sahara"  erreichte in seiner vierten Woche nur noch sechs Millionen Dollar Umsatz.

Zumindest in Deutschland kann sich Ice Cube mit "XXX2" (der hier unsinnigerweise "The Next Level" heißt) über einen besseren Start freuen, wenn auch mit einem Wermutstropfen: Obwohl er nach Zuschauerzahlen knapp die Chartspitze eroberte, lässt das Startergebnis auch hierzulande zu wünschen übrig. Behindert von sommerlichen Temperaturen, kam der mit 575 Kopien gestartete Actionfilm laut "Blickpunkt: Film" auf nur etwa 130.000 Besucher. Das Original mit Vin Diesel war im Herbst 2002 mit 711.673 Zuschauern ins Rennen gegangen.

Nach Einspielergebnissen hatte sogar Vorwochenspitzenreiter "Die Dolmetscherin" die Nase vorn. Sidney Pollacks Thriller wurde von rund 125.000 Kinogängern gesehen. "Der Babynator" sicherte sich mit knapp 100.000 Zuschauern den dritten Platz, gefolgt von Til Schweigers "Barfuß" mit ungefähr 65.000 Besuchern und "The Amityville Horror" mit etwas mehr 55.000 Zuschauern.

Neu in den deutschen Top 20 waren außer "XXX2" auch noch "Basta. Rotwein oder Totsein" (85 Startkopien) mit etwas mehr als 10.000 Kinogängern auf Platz 13 sowie "Zimt und Koriander" (38 Startkopien) mit rund 8000 Besuchern auf Platz 17. Am bislang schwächsten Wochenende des Jahres gingen nur 800.000 Zuschauer in die Kinos. Jetzt ruhen alle Hoffnungen auf Ridley Scotts Kreuzritter-Drama "Königreich der Himmel", das am Donnerstag anläuft.

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