Box Office: Geheimwaffe Adam Sandler - DER SPIEGEL
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Box Office Geheimwaffe Adam Sandler

Harry Potter? In den amerikanischen Kinos schon wieder abgemeldet. Stattdessen dominiert der Komiker Adam Sandler die Charts - mit einem Film über ein vermeintlich schwules Pärchen. Deutschland bleibt vorerst dem Orden des Phönix treu.
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Los Angeles/Hamburg - Schon beeindruckend: Während "Harry Potter und der Orden des Phönix" seinen Gesamtumsatz nach knapp zwei Wochen auf 351,3 Millionen Dollar geschraubt hat, sackte der fünfte Potter-Film in den USA gleich nach einer Woche an der Box-Office-Spitze mit einem Umsatz von immerhin noch 32,2 Millionen Dollar auf den zweiten Rang ab.

Aber das reichte nicht, um Adam Sandler Paroli zu bieten. Der US-Komiker, in Europa eher unpopulär, kann eine beeindruckende Erfolgs-Serie vorweisen: Laut "Blickpunkt: Film" konnte er seit 2003 mit jedem Film (darunter "50 First Dates", "Spanglish" und "Click") ein Einspielergebnis von mehr als 100 Millionen Dollar vorweisen.

Das dürfte ihm nun wieder gelingen: Zusammen mit "King of Queens"-Star Kevin James spielt der 41-Jährige die Hauptrolle in der Komödie "I now pronounce you Chuck and Larry" , der Geschichte zweier heterosexueller New Yorker, die sich als schwules Pärchen ausgeben, um Sozialleistungen zu erschleichen. Der Film von Dennis Dugan spielte von Freitag bis Sonntag 34,8 Millionen Dollar ein und ist damit in den USA die am erfolgreichsten gestartete Komödie des Jahres - vor "Evan Almighty", "Norbit" und der Eiskunstlauf-Parodie "Blades of Glory" mit Will Ferrell. In Deutschland startet der Film am 27. September.

Auf Platz drei der nordamerikanischen Kinocharts landete das neu gestartete Musical "Hairspray", das in 3121 Kinos mit 27,8 Millionen Dollar Umsatz anlief. Auf Platz vier hält sich Michal Bays Spielzeugroboter-Spektakel "Transformers" (Deutschlandstart am 1. August) mit 20,5 Millionen Dollar Umsatz am dritten Wochenende (gesamt in den USA: 263 Millionen Dollar). Der Animationsfilm "Ratatouille" (Deutschlandstart am 3. Oktober) hält sich ebenfalls gut und platzierte sich mit elf Millionen Dollar in der vierten Woche auf Rang fünf (gesamt in den USA: 165,6 Millionen Dollar).

In Deutschland ist - mal abgesehen von den "Simpsons" und den "Transformers", die diese, respektive nächste Woche anlaufen, keine Konkurrenz zu "Harry Potter" in Sicht. Als erstem Film in diesem Jahr ist es dem "Orden des Phönix" gelungen, sich auch am zweiten Wochenende noch mehr als eine Million Zuschauer zu sichern - immerhin an jenem Wochenende, an dem der siebte und letzte Roman der Reihe, "Harry Potter and the Deathly Hallows", in englischer Sprache ausgeliefert wurde.

Platz zwei ging an "Shrek der Dritte" mit rund 175.000 Zuschauern, gefolgt von "Stirb langsam 4.0" mit etwa 150.000 Besuchern, erst danach folgt mit "Death Proof - Todsicher" der erste Neustart: Quentin Tarantinos Exploitation-Hommage hatte in 355 Kinos rund 110.000 Zuschauer. Auf Platz fünf landete mit dem Zukunfts-Thriller "Next" ein weiterer Neustart, der in 195 Kinos etwa 50.000 Besucher anlockte.

Weitere Neustarts konnten sich laut "Blickpunkt: Film" in den Top 20 platzieren: Der Horror-Thriller "Motel" mit Kate Beckinsale startete mit 148 Kopien und landete mit 30.000 Zuschauern auf Rang acht, gefolgt von "Sterben für Anfänger", der in 97 Kinos rund 25.000 Zuschauer versammelte. Platz elf ergatterte das deutsche Drama "Du bist nicht allein", der mit lediglich 25 Kopien immerhin 20.000 Zuschauer anlockte. Die Komödie "Kann das Liebe sein?" kam mit 37 Kopien und etwa 10.000 Besuchern auf Platz 13.

bor/AP