Box Office: Hochzeits-Crasher gegen Actionhelden - DER SPIEGEL
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Box Office Hochzeits-Crasher gegen Actionhelden

Actionfilme haben es schwer in diesem Sommer: Nach "The Island" floppte nun auch Rob Cohens "Stealth" am amerikanischen Box Office. Die Komödie "Die Hochzeits-Crasher" übernahm den Spitzenplatz der Kinocharts. Deutschland bleibt "Madagascar" treu.
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Los Angeles/Hamburg - Die amerikanischen Kinobesitzer und die großen Studios hatten sich schon Hoffnung gemacht: Mit dem fulminanten Start der Comic-Verfilmung "Fantastic Four" vor drei Wochen schien die allgemeine Besucherflaute in den nordamerikanischen Kinos zu Ende zu gehen. Doch weit gefehlt: Am vergangenen Wochenende herrscht erneut Umsatzschwäche am Box Office. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP setzten die ersten zwölf Filme in den Kinocharts 21 Prozent weniger ein als im selben Zeitraum vor einem Jahr. Rund 10 Prozent Besucherrückgang verzeichnen die US-Kinos gegenüber 2005.

Action ist keine Geheimwaffe, das zeigte sich am Wochenende sehr deutlich, als die derbe Komödie "Die Hochzeits-Crasher" ("Wedding Crashers" ) nach zwei Wochen auf dem zweiten Rang noch einmal 20,5 Millionen Dollar umsetzte und die Spitzenposition der Charts übernahm. Tim Burtons Burleske "Charlie and the Chocolate Factory" , zwei Wochen lang auf Nummer eins, rutschte mit 16,4 Millionen Dollar auf Rang zwei.

Wie schon in der Vorwoche hatten Neustarts keine Chance gegen dieses Komödien-Doppel. Am letzten Wochenende scheiterte Michael "Pearl Harbor" Bay mit seinem utopischen Actionthriller "The Island" , nun war es Rob "XXX" Cohen, der mit seinem "Top Gun"-Verschnitt "Stealth"  eine böse Bauchlandung erlebte: Mit 13,5 Millionen Umsatz reichte es nur für Platz vier für das 100 Millionen Dollar schwere Actionspektakel mit Josh Lucas, Jessica Biel und Jamie Foxx.

Auf Platz drei verfehlte ein weiterer Actionfilm die Erwartungen: "Sky High" , ein eher komödiantischer Disney-Thriller mit Kurt Russell und Kelly Preston, setzte 14,6 Millionen Dollar um. Auf Rang fünf, ebenfalls neu gestartet, platzierte sich die romantische Komödie "Must Love Dogs"  mit Diane Lane und John Cusack (13,05 Millionen Dollar).

Auch in Deutschland haben es die wenigen Neustarts schwer. Der Animationsfilm "Madagascar" behauptete am Wochenende mit geschätzten 580.000 Zuschauern zum dritten Mal den Spitzenplatz der Kinocharts. Die Actionkomödie "Mr. & Mrs. Smith" musste sich erneut mit Rang zwei zufrieden geben: 460.000 Zuschauer in der zweiten Woche für Angelina Jolie und Brad Pitt.

Die mit 560 Kopien gestartete Farce "Siegfried"  mit Tom Gerhardt hatte nicht die erhoffte Zugkraft eines "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" oder "7 Zwerge" und blieb mit geschätzten 250.000 Zuschauern hinter der Hollywood-Konkurrenz zurück: Platz drei für die deutsche Blödelei. "Krieg der Welten" kam mit rund 75.000 Besuchern auf Platz vier, der US-Blockbuster "Fantastic Four" lockte noch einmal 70.000 Zuschauer an.

Erst auf Rang sieben konnte sich Byambasuren Davaas Film "Die Höhle des gelben Hundes" platzieren - bei 21.000 Zuschauern und 48 Startkopien ein guter Schnitt. Auf Platz 14 ging "Boudu" (45 Startkopien) mit 6200 Besuchern ins Rennen, auf Platz 17 der US-Film "Die Eisprinzessin" (99 Startkopien) mit 5000 Kinogängern, und auf Platz 18 der nur in Großstädten mit zwölf Kopien angelaufene "Allein" mit 4100 Zuschauern. Insgesamt wurden rund 1,7 Mio. Tickets gelöst.

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