Box Office Rekordverdächtige Mutanten
Los Angeles/Hamburg - Bis jetzt gibt es nur Schätzungen, aber es sieht so aus, als würde Brett Ratners "X-Men: The last Stand" in den USA ein Rekordergebnis einspielen: An den ersten drei Tagen des viertägigen Memorial-Day-Wochenendes hat die actionreiche und starbesetzte Comic-Adaption bereits 107 Millionen Dollar Umsatz eingefahren, was den bisherigen Drei-Tage-Rekord des Feiertagswochenendes um rund 35 Millionen Dollar übertrumpft: 1997 hatte der zweite Teil der Saurier-Saga, "Jurassic Park - The Lost World", 72 Millionen Dollar umgesetzt.
Der Wechsel auf dem Regiestuhl von "X-Men"-Veteran Bryan Singer zu Actionspezialist Brett Ratner ("Rush Hour") hatte also keine negativen Auswirkungen auf den dritten Teil der Reihe. Im Gegenteil: Durchweg gute Kritiken und eine flächendeckende Marketing-Kampagne mit den Stars Hugh Jackman, Halle Berry, Rebecca Romjin, Famke Janssen, Anna Paquin, Patrick Stewart und Ian McKellen lockte die Zuschauer scharenweise ins Kino. Die Fox-Produktion startete am Freitag mit stolzen 3690 Kopien in den USA und Kanada.
Die genauen Zahlen werden erst morgen veröffentlicht, doch bereits jetzt dürfte klar sein, dass der in der vergangenen Woche mit fulminanten 77 Millionen Dollar Umsatz gestartete "Da Vinci Code" seinen Spitzenplatz in den Box-Office-Charts nicht behaupten kann.
Anders in Deutschland: Mit vorerst noch geschätzten 1,2 Millionen Besuchern nahm Ron Howards Bestseller-Verfilmung am Wochenende die Drei-Millionen-Zuschauer-Hürde und hielt die neu gestarteten "X-Men" in Schach.
Das in Deutschland mit 744 Kopien gestartete Superhelden-Spektakel reichte laut "Blickpunkt: Film" nicht an das Ergebnis der beiden Vorgängerfilme heran: Der dritte Einsatz der "X-Men" kam auf knapp 600.000 Besucher - beim ersten Teil (2000) waren es am Startwochenende noch 903.315 Besucher (gesamt 2,3 Millionen). "X-Men 2" lockte 2003 rund 893.000 Besucher (gesamt 2,1 Millionen).
Für den Dauerbrenner "Ice Age 2 - Jetzt taut's" wurden noch einmal etwa 150.000 Tickets gelöst, gefolgt von "Asterix und die Wikinger" mit rund 140.000 Kinogängern. "Mission: Impossible III" belegte mit etwa 120.000 Zuschauern Platz fünf. Neustart "Coco - Der neugierige Affe" (346 Startkopien) landete mit rund 80.000 Besuchern auf Platz sieben. "Dance!" (121 Startkopien) ergatterte mit etwa 60.000 Besuchern Platz acht. "Eine Hochzeit zu Dritt" (162 Startkopien) erreichte mit rund 40.000 Zuschauern Platz zehn.
Luc Bessons "Angel-A" (48 Startkopien) kam mit 15.000 Besuchern auf Platz 16; "Klimt" (39 Kopien) landete mit 14.500 Besuchern auf Platz 18.
bor/AP