Box Office Sahara-Action statt Sündenbabel
Los Angeles/Hamburg - Indiana Jones im Wüstensand: Matthew McConaughey, Penelope Cruz und Steve Zahn sind die Stars in "Sahara" , der Verfilmung eines Abenteuerromans von Clive Cussler ("Hebt die Titanic"). McConaughey schlüpft in die Rolle des markigen Cussler-Helden Dirk Pitt und macht sich auf die Suche nach der Ursache einer rätselhaften Seuche, die ganz Nordafrika befallen hat. Das Action-Adventure gefiel den amerikanischen Zuschauern so gut, dass sie es am Wochenende auf den Spitzenplatz der Box-Office-Charts hoben. Der Startumsatz fiel mit 18,5 Millionen Dollar allerdings eher mager aus. Vielleicht wäre es mit Tom Cruise oder Hugh Jackman in der Hauptrolle noch ein bisschen mehr geworden. Beide waren für die Rolle des Unterwasserwissenschaftlers und Actionhelden Pitt im Gespräch.
18,5 Millionen Dollar reichten jedoch aus, um "Sin City" vom Thron zu stoßen. Die starbesetzte Comicverfilmung von Robert Rodriguez setzte in ihrer zweiten Woche 14,1 Millionen Dollar um (gesamt: 50,7 Millionen) und landete auf Rang zwei.
Der zweite Neustart des Wochenendes schaffte es nur auf den dritten Platz: "Fever Pitch" , die amerikanisierte Verfilmung des Fußball-Romans des britischen Schriftstellers Nick Hornby, spielt im Baseball-Genre und lässt Drew Barrymore und Jimmy Fallon um Liebe oder Ballsport rangeln. Regie führten die berüchtigten Farrelly-Brüder Bobby und Peter ("Verrückt nach Mary", "Shallow Hal"). Doch offenbar war die Mischung aus Sport und Romanze vielen Zuschauern zu suspekt. Bescheidene 13 Millionen Dollar setzte die Komödie um.
Die Plätze vier und fünf gingen an die Dauerbrenner "Guess Who" und "Beauty Shop" . In limitierter Kopienzahl wurde am Wochenende auch das Martial-Arts-Spektakel "Kung Fu Hustle" mit Kampfsport-Star Stephen Chew getestet. Der Umsatz (293.025 Dollar in sieben Kinos) deutet auf einen kommenden Sommer-Blockbuster hin.
A propos Sommer: In Deutschland erwärmten sich die Kinozuschauer trotz eisiger Temperaturen für Til Schweigers romantische Komödie "Barfuss" und hoben den Film am Wochenende vom dritten auf den ersten Platz der Charts. Bei nur zehn Kopien zusätzlich legte "Barfuss" um 20 Prozent zu und lockte rund 200.000 Besucher an.
Der Sprung an die Spitze wurde allerdings unterstützt vom schwachen Abschneiden des Spitzenreiters der Vorwoche: Der Gruselthriller "Ring 2" büßte laut "Blickpunkt: Film" 45 Prozent ein und landete mit knapp 180.000 Zuschauern auf Platz zwei. Noch mehr Horror gab es auf Platz drei mit "Hide and Seek - Du kannst dich nicht verstecken" (303 Startkopien), der als bester Neustart rund 150.000 Kinogänger anlockte. Das reichte, um sich knapp vor "Hitch - Der Date Doktor" zu platzieren, der mit 3,9 Millionen Zuschauern zurzeit als erfolgreichster Film des Jahres gelten darf.
Fast die identische Besucherzahl wie "Date Doktor", nämlich rund 145.000, hatten die "Robots" auf Platz fünf. Der CGI-Film überschritt bereits im Lauf der letzten Woche die Eine-Million-Besucher-Marke. Erst auf Platz elf findet sich der nächste Neuling: "Coach Carter" (194 Startkopien) kam nur auf ungefähr 35.000 Zuschauer. "Spanglish" (116 Startkopien) kam mit rund 33.000 Besuchern auf Platz 12, gefolgt von "Hotel Ruanda" (76 Startkopien) mit etwa 30.000 Kinogängern. "Being Julia" (70 Startkopien) lief mit knapp 20.000 Besuchern auf Platz 18 an. Mangels potenter Neustarts belief sich die Gesamtbesucherzahl am Wochenende auf lediglich 1,6 Millionen Besucher.