Box Office Staatsfeind Nummer 16
Ein sonnig warmes Frühlingswochenende mag die Umsätze der Brauereien und Grillwurst-Fabriken ankurbeln, die deutschen Kinos blieben dementsprechend leer: Insgesamt wurden hierzulande lediglich 800.000 Kinokarten verkauft - das mit Abstand schwächste Wochenende des Jahres. Und doch liefen die Filme am besten, deren Kernzielgruppe man angesichts des Wetters eher an einem Holzkohlefeuer vermutet hätte: Männer, die es auf der Leinwand derb mögen.
Denn die Nummer eins der Kinocharts blieb, wie der Branchendienst "blickpunkt:film" meldet, "Crank 2 High Voltage". Der testosteronselige Actionfilm mit Jason Statham
war auch der einzige Film, der am Wochenende eine sechsstellige Besuchermarke, wie man in diesem Fall wohl sagen muss, riss: 110.000 Zuschauer. Insgesamt hatte "Crank 2" bereits über 500.000 Besucher und ist damit nach zehn Tagen bereits erfolgreicher als Teil eins, der erst auf DVD so richtig gut lief und damit den Grundstein für die guten Zahlen von Teil zwei legte.
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Slumdog Millionaire" war der Film in den Top Ten, der sich am besten hielt. Am sechsten Wochenende belegte er erstmals Platz zwei und kam immerhin noch auf 75.000 Zuschauer, gefolgt von "Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile", einer äußerst hemdsärmeligen Vorab-Umsetzung der Abwrackprämie, die nach 70.000 Besuchern am Wochenende nunmehr insgesamt 1,7 Millionen Zuschauer gefunden hat. Die gutmütig-debile Klamotte "Kaufhaus Cop" landete mit 55.000 Kinogängern auf Platz vier, "
Knowing" mit Nicolas Cage beschließt die Top 5 mit etwas mehr als 50.000 Besuchern.
Bester Neuling war "Trauzeuge gesucht", der mit 50.000 Zuschauern in 269 Kinos den sechsten Rang belegte. "
Unbeugsam - Defiance" mit Daniel Craig kam dahinter mit 35.000 Besuchern in 256 Kinos auf Platz sieben. Einen schwachen Start erlebte "
Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt", der in 127 Kinos lediglich 13.000 Zuschauer anlocken konnte - Platz 16 für den Staatsfeind Nummer eins. Dahinter platzierte sich "
C'est la vie", der in 56 Kinos 11.000 Besucher hatte.
In den USA kam der Thriller "Obsessed" " mit dem Pop-Superstar Beyoncé Knowles in der Hauptrolle weitaus besser beim Publikum an, als vom eigenen Studio prophezeit und spielte 28,5 Millionen Dollar ein. Der stark an "Eine verhängnisvolle Affäre" aus den Achtziger Jahren angelehnte Film kostete lediglich 20 Millionen Dollar und wird Sony einen deutlichen Gewinn einbringen
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Auf Platz zwei landete Vorwochenspitzenreiter "17 Again". Die Teenie-Komödie mit dem Mädchenschwarm Zac Afron kam mit einem Minus von 51 Prozent auf 11,7 Millionen Dollar. Auf Platz drei: die "Fight Club"-Variante "Fighting".