Golden Globes: Geschlagen vom "Gladiator" - DER SPIEGEL
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Golden Globes Geschlagen vom "Gladiator"

Das beste Filmdrama heißt nach Meinung der Golden-Globe-Jury "Gladiator". Trophäen nahmen auch Tom Hanks und Julia Roberts mit nach Hause.
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Beverly Hills - Das Sandalen-Abenteuer "Gladiator" und der Rockmusik-Film "Almost Famous" sind in der Nacht zum Montag mit Golden Globes als die besten Filme des Jahres 2000 ausgezeichnet worden. "Tiger & Dragon" wurde bei der Verleihung der Preise der Hollywood-Auslandspresse bester fremdsprachiger Film.

Einen überragenden Sieger wie bei früheren Preisverleihungen gab es nicht. Damit scheint das Rennen um die Oscar-Filmpreise weiter völlig offen, für die in drei Wochen die Nominierungen erfolgen. Alle drei Siegerfilme erhielten zusammen mit Würdigungen in anderen Kategorien jeweils zwei Golden Globes.

Auch der von der Kritik zuvor hoch gelobte Drogen-Thriller "Traffic" von Steven Soderbergh bekam zwei Globes, allerdings lediglich für das beste Drehbuch (Stephen Gaghan) und in der Kategorie bester Nebendarsteller (Benicio del Toro).

Julia Roberts, 33, setzte sich erwartungsgemäß für ihre Darstellung einer kämpferischen Umweltaktivistin und allein stehenden Mutter durch. Sie wurde für die Hauptrolle in "Erin Brockovich - Eine wahre Geschichte" mit ihrem inzwischen bereits dritten Golden Globe geehrt. Damit könnte ihr Weg zu einem Oscar-Filmpreis geebnet worden sein, der ihr bislang versagt blieb. Roberts hatte in der Kategorie Filmdrama allerdings auch keine allzu starke Konkurrenz.

Dagegen musste sich Tom Hanks, 44, bei den männlichen Darstellern in derselben Kategorie gegen andere Weltstars wie Michael Douglas ("Wonder Boys") und Russel Crowe ("Gladiator") durchsetzen. Hanks gewann für seine Rolle in "Verschollen".

In der Kategorie Filmkomödie wurden George Clooney, 39, und Renee Zellweger, 31, mit Golden Globes als beste Schauspieler geehrt. Clooney erhielt den Preis für seine Rolle in der Knast-Komödie "O Brother, Where Art Thou". Zellweger wurde als die freundliche Krankenschwester in "Nurse Betty" ausgezeichnet.

Clooney setzte sich gegen Stars wie Robert de Niro und Mel Gibson durch. "Wie ich gegen solche Leute gewinnen konnte, muss noch heraus gefunden werden", sagte er. Zellweger setzte sich unter anderem gegen Sandra Bullock und Juliette Binoche durch.

"Gladiator" mit dem australischen Star Russel Crowe, 36, in der Hauptrolle ließ bei der Gala-Veranstaltung nicht nur "Traffic" und "Erin Brockovich" hinter sich. Den von der US-Kritik anfangs nicht sehr hoch eingeschätzten Unterhaltungsfilm in der Regie des Briten Ridley Scott, 63, zogen die rund 80 Mitglieder des Vereins der Hollywood-Auslandspresse auch "Billy Elliot", "Sunshine" und "Wonder Boys" vor.

Den zweiten Golden Globe bekam "Gladiator" mit der Auszeichnung des aus Frankfurt am Main stammenden Komponisten Hans Zimmer, 43, und dessen Kollegin Lisa Gerrard für die beste Filmmusik. Mit "Tiger & Dragon" gewann der aus Taiwan stammende Ang Lee, 46, auch den Preis für die beste Regie. Er stach damit den Regisseur des von Filmkritikern ebenfalls sehr hoch bewerteten Thrillers "Traffic", Steven Soderbergh, aus.

Für den besten Filmsong wurde Bob Dylan, 59, geehrt. Er hatte für Michael Douglas' "Wonder Boys" den Titel "Things Have Changed" komponiert und getextet und damit einen neuen Hit geschaffen.