Kitsch
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DER SPIEGEL 25/1971
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Nach Fräulein-Wunder, VW und Günter Graß nun endlich mal wieder ein neuer Beitrag Deutschlands zur Weltkultur: Wer in Paris »in« sein will, ficht neuerdings das Wort Kitsch in seine Konversation. Schick gemacht haben es zwei Bücher: »Les chefs-doeuvre du Kitsch« von Jacques Sternberg und »Psychologie du Kitsch«, ein Werk des Straßburger Sozialpsychologen Abraham Moles, der die Geburt des Begriffs im München um 1860 ortet. Der Pariser Verleger Christian Bourgois publiziert seit kurzem ein Bildermagazin unter dem Titel »Kitsch«. Überschrift der Moles-Rezension im »Figaro »Nous sommes tous des kitsch allemands« -- Wir sind alle deutscher Kitsch.