Investoren-Suche Burda dementiert Interesse an Suhrkamp
Verleger Hubert Burda (mit Ehefrau Maria Furtwängler): Als Suhrkamp-Retter im Gespräch
Foto: Britta Pedersen/ picture alliance / dpaHamburg - Im Machtkampf um den Suhrkamp Verlag, der zwischen den beiden Gesellschaftern, dem Hamburger Kaufmann Hans Barlach und der Familienstiftung um Ulla Unseld-Berkéwicz mit erbitterter Schärfe geführt wird, wurde zuletzt ein von außen kommender Investor ins Spiel gebracht. Der könnte, wie der SPIEGEL meldete, unter Umständen sogar mehr als 50 Prozent an Suhrkamp übernehmen.
"Die Welt" nannte am Montag einen Namen: Es könnte sich bei dem Investor um den Münchner Verleger Hubert Burda handeln.
Auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE hat ein Unternehmenssprecher diese Spekulation nun dementiert. Der Medienkonzern plane definitiv keinen Einstieg bei Suhrkamp.
Nicht betroffen von diesem Dementi sind die Aktivitäten des Privatmannes Hubert Burda, der sich unter anderem mit dem Petrarca-Preis einen Namen als Literaturliebhaber gemacht hat.
Der Suhrkamp Verlag hatte am Montag bekannt gegeben, mit einem Schutzschirmverfahren seine Existenz sichern zu wollen. Auf den Sanierungsplan, der von der Suhrkamp-Geschäftsführung um Ulla Unseld-Berkéwicz gemeinsam mit Insolvenzrechtlern entwickelt wird, hat Hans Barlach zunächst keinen direkten Einfluss.