Großbritannien: Sally Rooney stoppt Verkauf ihrer Bücher - DER SPIEGEL
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Wegen Unterstützung für »Palestine Action« Sally Rooney stoppt Verkauf ihrer Bücher in Großbritannien

Die Bestsellerautorin Sally Rooney hat sich mit der britischen Protestgruppe »Palestine Action« solidarisiert. Nun befürchtet sie, dass der Verkauf ihrer Werke im Königreich als Terrorfinanzierung gewertet werden könnte.
Sally Rooney
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Foto: Simone Padovani / Awakening / Getty Images

Sally Rooneys Bücher wie »Intermezzo« oder »Normal People« verkaufen sich international erfolgreich. Längst sind die Werke zu Bestsellern geworden. Doch in Großbritannien finden Leser ihre Bücher bald nicht mehr in den Buchhandlungen. In einer Stellungnahme teilte ihr Verlag  heute mit, die Werke »im Vereinigten Königreich in keinem Format mehr anzubieten«.

Grund dafür ist die derzeitige Rechtslage im Vereinigten Königreich. Die Protestgruppe »Palestine Action« wurde im vergangenen Jahr als terroristisch eingestuft und verboten. Nach dem Verbot solidarisierte Rooney sich mit der Gruppe und kündigte in einem Meinungsartikel für die Irish Times an, »Palestine Action« weiter zu unterstützen , auch mit Einnahmen aus ihren Buchverkäufen. »Wenn mich das nach britischem Recht zu einer ›Unterstützerin des Terrors‹ macht, dann sei es so«, schreibt sie.

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In der Folge, so erklärte es die irische Autorin dem »Guardian« , könne sie keine Tantiemen aus britischen Verkäufen mehr erhalten. Sie befürchte nun, dass die Veröffentlichung ihrer Werke im Vereinigten Königreich eine Straftat darstellen könnte. Zumindest die Auszahlung der Erlöse an die Autorin könnte nach Ansicht ihres Verlags tatsächlich verboten sein. »Die Werke einer Autorin zu verkaufen, ohne die Einnahmen weiterleiten zu können, ist für einen Verlag eine unzumutbare Situation«, heißt es in dessen Stellungnahme weiter.

Seit dem Verbot von »Palestine Action« gab es mehr als 3000 Festnahmen nach dem »Terrorism Act«, davon 2800 im Zusammenhang mit der Gruppe.  »Ich habe stets versucht, meine Überzeugungen offen darzulegen, und bin bereit, die Konsequenzen zu tragen«, sagte Rooney dem »Guardian« dazu. Eine Reise nach Großbritannien habe sie abgesagt.

Das Verbot bleibt umstritten. Der High Court hob es im Februar 2026 auf, doch ein Berufungsgericht bestätigte später die Rechtmäßigkeit des Terrorismusgesetzes. Nun liegt der Fall beim Supreme Court des Vereinigten Königreichs. Die Entscheidung steht im November an.

klk