Pop im Krieg - DER SPIEGEL
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SCHLAGER Pop im Krieg

• aus DER SPIEGEL 47/2000
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Das waren noch Schlager, die Schläge austeilten: gegen Hitler und gegen puritanische Korrektheit. In der amerikanischen Populärmusik der zwanziger, dreißiger und vierziger Jahre sind Zeitgeist und Zeitgespenster auf faszinierende Weise konserviert - musste nur einer kommen, der den Deckel hebt und in einem CD-Sechserpack die Vergangenheit zu Ohren bringt. »Flashbacks« nennt sich die Kollektion (Trikont), Schatzgräber ist der »Medienabenteurer« (Selbstbezeichnung) Werner Pieper, 52. In einer zweijährigen Suchaktion in Radio- und Schellack-Archiven sicherte er Paradestücke aus der Blues-, Gospel- und Kriegslieder-Szene, freche Hymnen auf Sex und Drogen, und Prominenz, von den Andrew Sisters bis Bessie Smith, hebt die Stimme. Am eindrucksvollsten ist die CD »Hitler & hell«. Da begrüßt Marlene Dietrich die 5. US-Armee, und Walt Disney disputiert mit einem, der auch in den Krieg will: mit Donald Duck.

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