"Breaking Bad"-Star Bryan Cranston Erst Drogenkoch, jetzt Präsident
Golden-Globe-Gewinner goes Broadway: Bryan Cranston gibt sein Bühnen-Debüt
Foto: Jordan Strauss / AP / dpaNew York/Hamburg - Anfragen gab es immer mal wieder, aber erst jetzt zieht es TV-Schauspieler Bryan Cranston ins klassisch dramatische Fach - als Lyndon B. Johnson, der 1963 nach dem Mord an John F. Kennedy US-Präsident wurde und dem nun das Stück "All The Way" ein Denkmal setzt.
Es ist Cranstons erstes großes Projekt nach dem Ende der preisgekrönten Serie "Breaking Bad", in der der 57-Jährige einen todkranken Biedermann spielte, der zum Drogen-Kingpin in New Mexico aufsteigt. In dem historischen Stück "All The Way" geht es um das erste Jahr in Johnsons Präsidentschaft und das Amerika der Sechziger, in dem auch Bürgerrechtler wie Martin Luther King prägende Figuren waren.
"Breaking Bad"-Star Cranston: Der Wandel des Walter White
Entscheidend für sein erstes Broadway-Engagement sei die historische Bedeutung des 36. US-Präsidenten, sagt der Schauspieler. Er habe außerdem etwas machen wollen, das gleichzeitig "gesellschaftlich wichtig und unterhaltsam" sei, zitiert die "New York Times" Cranston. An Johnson (1908 - 1973), der oft mit dem Vietnam-Krieg in Verbindung gebracht wird, interessieren Cranston besonders die Details. So sei er bei seinen Recherchen auf einen Brief Jackie Kennedys an Johnson gestoßen, in dem sie sich für dessen Anteilnahme bedankt. Johnson, der ja gerade über Nacht selbst Präsident geworden sei, habe unmittelbar nach John F. Kennedys Tod einen Brief an dessen beide kleinen Kinder geschrieben - "das sagt etwas aus über einen Menschen".
Zu sehen am Broadway ist Cranston ab Anfang Februar.