Einschaltquoten Nur 1,9 Millionen Zuschauer für neue ProSieben-Show "Millionärswahl"
Schon während der Ausstrahlung gab es beim Kurznachrichtendienst Twitter hämische Kommentare über die neue ProSieben-Show "Millionärswahl", bei der die Teilnehmer selbst darüber entscheiden, welcher Kandidat am Ende zum Krösus wird. Am Freitagmorgen zog @tknews das Fazit: "Mist, den ganzen Abend die Öffentlich-Rechtlichen geschaut und anscheinend das 1. TV-Desaster des jungen Jahres verpasst..."
Der Tweet brachte den Fernsehabend am Donnerstag auf den Punkt. Denn zuschauen wollten nur wenige Menschen, als in der ersten Folge der "Millionärswahl" sieben Kandidaten in einem Wettbewerb mit fragwürdigen Abstimmungsregeln unter anderem antraten, um Geld für ein schwerkrankes Kind, eine Ausbildung als Stuntman oder einen Sportpark zu ergattern.
Mit rund 1,9 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 6,3 Prozent blieb die Geld-Show klar hinter den öffentlich-rechtlichen Sendern zurück. Mit Abstand am besten schlug sich das ZDF-Urgestein "Der Bergdoktor": Knapp 6,7 Millionen Zuschauer verfolgten die heimattümelnde Alpenserie, in der Dr. Martin Gruber diesmal um das Leben eines Gondelbahnbesitzers kämpfte.
Auch die schwarzhumorige TV-Serie "Der Tatortreiniger" mausert sich langsam, wenn auch auf etwas niedrigerem Niveau: Knapp 1,1 Millionen schalteten um 22.30 Uhr zur neuen Folge "Fleischfresser" im NDR ein, während es am Vortag zur gleichen Sendezeit noch rund 900.000 gewesen waren.
Am Freitag um 20.15 Uhr werden bei der "Millionärswahl" unter anderem ein Befürworter von Cannabis-Legalisierung, ein 17-jähriger Geiger und ein Motocross-Profi um die Gunst der anderen Bewerber kämpfen. Dann wird auf Sat.1 die zweite von insgesamt acht geplanten Folgen ausgestrahlt - diesmal mit einem geänderten Wahlverfahren.