Arbeitslosigkeit: Bildung schützt - DER SPIEGEL
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Arbeitslosigkeit Bildung schützt

Eine Job-Garantie für Hochschulabsolventen gibt es nicht - aber je höher der Bildungsstand, desto geringer ist die Gefahr der Arbeitslosigkeit. Bei Akademikern liegt die Quote bei nur drei Prozent und damit weit unter dem Durchschnitt der Bevölkerung.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei der Bildung gilt der Grundsatz: Je mehr, desto besser - jedenfalls als Schutz gegen Arbeitslosigkeit. Im Jahr 2000 waren nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) lediglich drei Prozent aller Hochschulabsolventen arbeitslos gemeldet. Damit sank die Arbeitslosen-Quote unter Akademikern im Laufe der neunziger Jahre leicht, während sie in der Gesamtbevölkerung klar stieg und 9,6 Prozent im Jahr 2000 erreichte.

Arbeitslosigkeit werde zunehmend zu einem Problem der Geringqualifizierten, berichtet das arbeitgebernahe Kölner Institut. War zu Beginn der neunziger Jahre nur jeder Siebte ohne abgeschlossene Ausbildung arbeitslos, so fand im vergangenen Jahr bereits jeder Vierte keine Stelle. Mittlerweile sind rund 1,4 Millionen Menschen, die nicht einmal eine Lehre beendet haben, bei der Bundesanstalt für Arbeit registriert - damit stellen die Geringqualifizierten 37 Prozent der Erwerbslosen.

Die Gruppe der Arbeitslosen mit Hochschulexamen war dagegen 2001 mit insgesamt 180.000 deutlich kleiner. Auch eine solide berufliche Ausbildung erspart vielen einen zermürbende Bewerbungsmarathon: Nur jeder zwölfte Meister oder Geselle musste beim Arbeitsamt eine Nummer ziehen.