Auslandspraktika: Learning by doing - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Auslandspraktika Learning by doing

Die Alternative zum klassischen Auslandssemester ist für viele Studenten ein Praktikum in der Fremde. Das schmückt den Lebenslauf, erhöht die Bodenhaftung und beeindruckt potenzielle Arbeitgeber. Unterstützung finden Interessenten beim Deutschen Akademischen Austauschdienst.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das Bonner DAAD-Büro ist nicht nur für die Vermittlung von Auslandssemestern zuständig, sondern hilft auch bei der Organisation von Praktika weltweit. Bereits zum dritten Mal schreibt der DAAD in diesem Jahr das Carlo-Schmid-Programm für Praktika in internationalen Organisationen und EU-Institutionen aus. Es soll die Chancen qualifizierter deutscher Nachwuchskräfte im internationalen Vergleich verbessern. Denn nach wie vor sind Deutsche in internationalen Organisationen unterrepräsentiert.

Rund 70 Praktikumsangebote finden Interessenten derzeit auf der DAAD-Homepage.  Zur Zielgruppe zählen vor allem Juristen, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler. Aber auch für junge Naturwissenschaftler gibt es einige Ausschreibungen. Die UNESCO in Doha zum Beispiel vergibt ein Praktikum für Umweltwissenschaftler, Biologen, Chemiker oder Geographen; die WMO in Genf bietet ein Praktikum im Bereich Hydrologie und Wasserressourcen an.

Hohe Anforderungen an die Bewerber

Hinzu kommt die finanzielle Unterstützung: Studenten erhalten mindestens 588 Euro, Graduierte ab 1043 Euro. Für die Reisekosten gibt es ebenfalls einen kleinen Zuschuss. Gefördert werden Praktika zwischen drei und zehn Monaten.

Bewerber sollten das Grundstudium oder bereits das komplette Studium abgeschlossen haben. Dabei darf die Examensprüfung nicht länger als zwei Jahre zurückliegen, das Höchstalter liegt bei 28 Jahren. Sprachkenntnisse sind besonders wichtig - neben Englisch auch Französisch oder eine weitere Fremdsprache.

Interessenten können sich auf maximal zwei der in der Ausschreibung angebotenen Plätze bewerben. In ihrer Bewerbung sollten sie zeigen, dass sie sich während ihres Studiums bereits mit Themen der internationalen Politik auseinandergesetzt haben.

Nach der Vorauswahl werden vielversprechende Kandidaten zu einem Auswahlgespräch eingeladen. Die Konkurrenz dürfte groß sein. Doch wer bei der Bewerbung Erfolg hat, erhält nicht nur das Stipendium. Hinzu kommen Einführungsseminare, Sommerschulen und Alumni-Aktivitäten zum Aufbau eines Netzwerks. Bewerbungsschluss für Praktika von September 2003 bis Juni 2004 ist der 15. März 2003

Nähere Informationen:

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Referat 333 / Ruth Schulze
Kennedyallee 50, 53175 Bonn
Tel.: (0228) 882-598
Fax: (0228) 882-555
E-Mail: schulze@daad.de