Iglu-Aufgaben So werden Viertklässler getestet
Textbeispiel: "Was ist die Antarktis?"
Die Antarktis ist ein Kontinent ganz im Süden unseres Planeten. (Wenn du sie auf dem Globus suchst, wirst du sie ganz unten finden.)
Die Antarktis macht ein Zehntel der Erdoberfläche aus und liegt unter einer Eisdecke, die an einigen Stellen über 1500 Meter dick ist. Der Südpol ist genau in der Mitte der Antarktis.
Die Antarktis ist der kälteste Kontinent und dazu noch der trockenste, der höchste und der windigste. Es gibt nur wenige Menschen, die hier das ganze Jahr über wohnen. Wissenschaftler kommen für kurze Zeiträume und wohnen dann in extra dafür eingerichteten Forschungsstationen.
Zwischen Oktober und März ist in der Antarktis Sommer. Während dieser Zeit geht die Sonne nicht unter. Im Winter, von April bis September, geschieht das Gegenteil: In der Antarktis herrscht dann sechs Monate lang tiefe Nacht.
Das Wetter in der Antarktis
In der Antarktis ist es selbst im Sommer kälter, als du dir überhaupt vorstellen kannst! Der Südpol ist der kälteste Teil der Antarktis. Die Durchschnittstemperatur beträgt im Januar, also im Hochsommer, minus 28 Grad Celsius (geschrieben als -28° C ). Minus heißt, dass die Temperatur unter dem Gefrierpunkt liegt, also unter 0° C .
Im Winter, von April bis September, kann die Durchschnittstemperatur auf bis zu -89° C sinken. Wenn man bei solcher Kälte einen Becher kochendes Wasser in die Luft wirft, gefriert das Wasser, bevor es den Boden erreicht. Manchmal müssen die Wissenschaftler sogar Kühlschränke benutzen, um ihre Proben warm zu halten!
Pinguine in der Antarktis
Die Vögel, die in der Antarktis am häufigsten vorkommen, sind die Pinguine.
Sie können nicht fliegen, aber sie benutzen ihre kurzen Flügel zum Schwimmen, als wären es Flossen. Sie sind hervorragende Schwimmer. An Land watscheln sie aufrecht herum oder bewegen sich mit kurzen Sprüngen fort.
Pinguine haben viele Federn, die sich überlappen. Dieses dichte Federkleid hält gemeinsam mit den weichen Daunenfedern darunter sowie einer dicken Fettschicht die kalte Luft, Wind und Wasser ab. Um sich noch zusätzlich zu wärmen, drängen sich die Pinguine in Gruppen zusammen.
Textbeispiel: Ein Brief aus der Antarktis
Sara Wheeler gehört zu den Wissenschaftlern, die in der Antarktis arbeiten. Wenn du ihren Brief an ihren Neffen Daniel liest, wirst du einiges über ihre Erlebnisse in der Antarktis erfahren.
Antarktis
Freitag, 9. Dezember
Lieber Daniel,
wie versprochen, schreibe ich dir diesen Brief aus der Antarktis und schicke dir auch gleich noch ein Foto. Stell dir nur vor, wie aufregend es für mich ist, nun endlich hier zu sein und den Spuren so vieler berühmter Entdecker zu folgen! Hier ist alles ganz anders, als ich es gewöhnt bin.
Hier gibt es nichts Frisches und auch keine Superm ärkte. Wir müssen also Konserven, Trockenobst oder tiefgefrorene Sachen essen (die müssen wir noch nicht einmal ins Gefrierfach tun - man kann sie einfach vor der Tür lassen). Wir kochen auf kleinen Gaskochern, die viel länger brauchen als unsere Herde zu Hause. Gestern habe ich Nudeln mit Tomatenmark und Dosengemüse gekocht. Als Nachtisch gab es getrocknete Erdbeeren, die wie Pappe schmeckten.
Ich vermisse frische Äpfel und Orangen - ich wünschte, du könntest mir welche schicken!
Alles Liebe, deine Sara.
Aufgaben zu den Antarktis-Texten
1. Wo kannst du die Antarktis auf dem Globus finden?
2. Nenne drei Wege, wie sich die Pinguine in der Antarktis warm halten.
3. Würdest du gerne in die Antarktis reisen? Benutze das, was du in beiden Texten "In der Antarktis" und "Ein Brief aus der Antarktis" gelesen hast, um deine Meinung zu begründen.
4. In welchem Teil des Textes steht, wie dick das Eis in der Antarktis ist?
a) Was ist die Antarktis?
b) Das Wetter in der Antarktis
c) Pinguine in der Antarktis
d) Ein Brief aus der Antarktis
Textbeispiel: Die Papageientaucher
Die Nächte der jungen Papageientaucher
(von Bruce McMillan)
Jedes Jahr besuchen schwarz-weiße Vögel mit orangefarbenen Schnäbeln die isländische Insel Heimaey. Diese Vögel heißen Papageientaucher. Wegen ihrer bunten Schnäbel und schwerfälligen Bewegungen sind sie als die "Clowns der Meere" bekannt. Besonders beim Starten und Landen fliegen die Papageientaucher sehr ungeschickt, weil sie untersetzte Körper und kurze Flügel haben.
Hella wohnt auf der Insel Heimaey. Jeden Tag sucht sie den Himmel ab. Während sie von einer Klippe über dem Meer aus den Himmel beobachtet, entdeckt sie den ersten Papageientaucher der Saison.
Sie flüstert leise: "Lundi", das heißt auf Isländisch 'Papageientaucher'.
Bald ist der ganze Himmel von ihnen bedeckt - Papageientaucher, überall Papageientaucher. Sie kommen gerade von hoher See zurück, wo sie den Winter verbracht haben. Nun kehren sie zurück zu Hellas Insel und zu den benachbarten unbewohnten Inseln, um Eier zu legen und ihre Küken aufzuziehen. Die "Clowns der Meere" suchen jedes Jahr dieselben Nisthöhlen auf. Sonst kommen sie überhaupt nicht an Land.
Hella und ihre Freunde klettern über die Klippen, um die Vögel zu beobachten. Sie sehen, wie Männchen und Weibchen ihre Schnäbel aneinander tip-tip-tippen. Jedes Pärchen wird bald ein Ei tief in den Klippen ausbrüten. Wenn die Küken geschlüpft sind, werden die Eltern Fisch nach Hause bringen, um sie damit zu füttern. Jedes Küken wird zu einem Jungvogel heranwachsen. Wenn die Jungen ihre ersten Flugversuche unternehmen, sind die Nächte der jungen Papageientaucher gekommen. Obwohl bis dahin noch viele Wochen vergehen werden, denkt Hella schon jetzt daran, ein paar Pappkartons vorzubereiten.
Den ganzen Sommer über fischen die erwachsenen Papageientaucher und sorgen für ihre Küken. Im August sind die Nisthöhlen von Blumen bedeckt. Wenn die Blumen in voller Blüte stehen, weiß Hella, dass das Warten auf die Nächte der jungen Papageientaucher nun ein Ende hat.
Die Küken sind in ihren versteckten Nestern zu Jungvögeln herangewachsen. Jetzt ist es Zeit für Hella und ihre Freunde, ihre Pappkartons und Taschenlampen für die Nächte der jungen Papageientaucher bereit zu halten. Heute Nacht geht es los. Während der nächsten beiden Wochen werden die Jungvögel die Inseln verlassen, um den Winter auf hoher See zu verbringen.
Im Dunkel der Nacht verlassen die Jungvögel ihre Nisthöhlen und versuchen zum ersten Mal zu fliegen. Von den hohen Klippen aus flattern sie los, aber sie kommen noch nicht weit. Die meisten plumpsen unversehrt ins Meer. Aber einige lassen sich vom Lichtschein des Dorfes verwirren - vielleicht halten sie ihn für Mondlicht, das sich auf dem Wasser spiegelt. Jede Nacht machen Hunderte von jungen Papageientauchern eine Bruchlandung im Dorf. Vom Boden aus können sie nicht losfliegen, und so laufen sie umher und versuchen sich zu verstecken.
Hella und ihre Freund verbringen nun jede Nacht damit, nach den gestrandeten Jungvögeln zu suchen. Aber die Hunde und Katzen des Dorfes sind ebenfalls auf der Suche. Selbst wenn die Katzen und Hunde sie nicht zu fassen kriegen, können die jungen Papageientaucher von Autos oder Lastwagen überfahren werden. Die Kinder müssen die verirrten jungen Papageientaucher unbedingt als erste finden! Um zehn Uhr abends sind alle Kinder auf den Straßen von Heimaey unterwegs.
Hella und ihre Freunde beeilen sich, die Jungvögel zu retten. Mit Taschenlampen bewaffnet, ziehen sie durchs Dorf und schauen in alle dunklen Ecken. Hella entdeckt einen Jungvogel. Sie rennt hinter ihm her, schnappt ihn und setzt ihn sicher in einen Pappkarton.
Zwei Wochen lang schlafen die Kinder von Heimaey morgens lange aus, damit sie nachts noch unterwegs sein können. Sie retten tausende von jungen Papageientauchern.
Sie nehmen die geretteten Jungvögel für die Nacht mit nach Hause. Am nächsten Tag gehen sie mit Kisten voller junger Papageientaucher hinunter zum Strand.
Nun ist es Zeit, die Vögel freizulassen. Hella lässt als erste einen frei. Sie hält ihn ganz hoch, damit er sich daran gewöhnen kann, mit den Flügeln zu schlagen. Sie hält ihn vorsichtig in beiden Händen, holt dann ein wenig Schwung und wirft ihn weit über das Wasser. Der junge Papageientaucher flattert ein Stück weit und plumpst dann unversehrt ins Wasser.
Tag für Tag paddeln Hellas Jungvögel davon, bis die Nächte der jungen Papageientaucher für dieses Jahr vorbei sind. Hella sieht den letzten kleinen und großen Papageientauchern nach, wie sie sich aufmachen, um den Winter auf See zu verbringen, und verabschiedet sich von ihnen bis zum nächsten Frühling. Sie wünscht ihnen eine gute Reise und ruft ihnen hinterher: "Auf Wiedersehen!"
Aufgaben zum Papageientaucher
1. Warum sind Papageientaucher beim Starten und Landen so ungeschickt?
- Weil es in ihrer Umgebung nur Eis und Schnee gibt.
- Weil sie fast nie an Land kommen.
- Weil sie sich fast immer auf den hohen Klippen aufhalten.
- Weil sie untersetzte Körper und kurze Flügel haben.
2. Wo verbringen die Papageientaucher den Winter?
- In den Klippen
- Am Strand
- Auf hoher See
- Auf dem Eis
3. Weshalb kommen die Papageientaucher zur Insel?
- Um gerettet zu werden
- Um nach Nahrung zu suchen
- Um Eier zu legen
- Um fliegen zu lernen
4. Woher weiß Hella, dass die Jungvögel nun bald fliegen werden?
- Die Eltern bringen ihnen Fisch.
- Die Blumen stehen in voller Blüte.
- Die Küken werden versteckt.
- Der Sommer hat gerade angefangen.
5. Was geschieht in den Nächten der jungen Papageientaucher?
- Männchen und Weibchen tip-tip-tippen ihre Schnäbel aneinander.
- Die jungen Papageientaucher versuchen zum ersten Mal zu fliegen.
- Die Küken schlüpfen aus den Eiern.
- Die jungen Papageientaucher kommen von hoher See an Land.
6. Was könnten die Leute aus dem Dorf tun, um zu verhindern, dass die Jungvögel versehentlich dort landen?
- Das Licht ausmachen.
- Pappkartons bereithalten.
- Katzen und Hunde einsperren.
- Mit ihren Taschenlampen in den Himmel leuchten.
7. Erkläre, wie Hella ihre Taschenlampe benutzt, um die jungen Papageientaucher zu retten.
8. Erkläre, wie Hella die Pappkartons benutzt, um die jungen Papageientaucher zu retten.
9. Welche der folgenden Gefahren für junge Papageientaucher wird im Text angesprochen?
- Sie können ertrinken, wenn sie im Meer landen.
- Sie können sich in den Nisthöhlen verirren.
- Sie bekommen vielleicht nicht genug Fisch von ihren Eltern.
- Sie können von Autos und Lastwagen überfahren werden.
10. Warum muss es Tag sein, wenn die Kinder die jungen Papageientaucher freilassen? Benutze Informationen aus dem Text, um das zu erklären.
11. Was tun die jungen Papageientaucher, nachdem Hella und ihre Freunde sie freigelassen haben?
- Sie laufen über den Strand.
- Sie fliegen von der Klippe hinunter.
- Sie verstecken sich im Dorf.
- Sie schwimmen im Meer.
12. Schreibe zwei verschiedene Gefühle auf, die Hella vielleicht hat, nachdem sie die jungen Papageientaucher freigelassen hat. Erkläre, weshalb sie jedes dieser Gefühle haben könnte.
13. Würdest du auch gerne mit Hella und ihren Freunden junge Papageientaucher retten? Benutze für deine Erklärung das, was du im Text gelesen hast.