Fotografie: Wenn Ethnien verschwimmen - DER SPIEGEL
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Fotografie Wenn Ethnien verschwimmen

Bei Sven Wieds Porträts ist Montage Trumpf. Die Bilder bestehen aus mehr als einem Gesicht und irritieren damit den Betrachter. Die jungen Frauen sehen aus wie Schwestern - und dann doch wieder nicht. Wied setzt, wie viele seiner jungen Kollegen, auf Nachbearbeitung am Rechner.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die von Sven Wied, 23, geschaffenen Frauenporträts irritieren: Die Physiognomien ähneln sich in einzelnen Merkmalen - Gesichtsform, Augenbrauen, kleine Narben. Und doch handelt es sich offenbar um verschiedene Ethnien. Erreicht wird der Effekt mit einer Technik namens "Morphing": Jeweils zwei Fotos werden digital zu einem künstlichen Bild verschmolzen.

Die Ähnlichkeit erreicht Wied, Student an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel, indem er allen Morphing-Porträts dasselbe Ausgangsbild zugrunde legt, das dann jeweils anders kombiniert wird. Die Fotos einer Französin, einer Koreanerin und einer Frau aus Burundi schoss Wied während seines Auslandsstudiums in Frankreich.

In einer sechsteiligen Serie zeigen UniSPIEGEL und SPIEGEL ONLINE die Arbeiten junger Fotografie-Talente. Eine Folge verpasst? Hier steht, was schon war und wann was kommt:

Montag: Montiert Models und Naturkatastrophen
Dienstag
: Frauen! Raus aus der Küche!
Donnerstag
: Ein Fotografenleben in Polaroid
Freitag: Olé! Stierkampf auf Zelluloid
Samstag: Danebengehalten? Nein, draufgehalten!

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