Leben: Bayern kochen für China - DER SPIEGEL
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Leben Bayern kochen für China

Chefköche vom Studentenwerk München bekochten während der "Bayerischen Woche" ihre Partner-Uni in Schanghai.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Brathendl, Schwammerlsuppe und Kaiserschmarrn sind nicht gerade typische Gerichte für die Mensa der Tongji-Universität in Schanghai. Von der "Bayerischen Woche" Ende September waren die chinesischen Studenten dennoch begeistert. Kein Wunder, denn am Herd standen echte Fachkräfte: Vier Chefköche des Münchner Studentenwerks reisten an, um der Partner-Uni die bayerische Esskultur nahe zu bringen.

"Mit der Aktion wollen wir das Verständnis für das jeweils andere Land fördern", erklärt Matthias Nebel vom Studentenwerk München. Im vergangenen Jahr hatte bereits eine chinesische Delegation die Studenten an der Isar bekocht. "Für die Köche war das eine tolle Erfahrung", schwärmt Nebel ­ auch wenn hin und wieder improvisiert werden musste, wie etwa bei der Beschaffung von Kümmel für den bayerischen Bierbratl.

Und weil man eine Scheibe Schweinsbraten schlecht mit Stäbchen essen kann, servierten die deutschen Gastköche das Nationalgericht in kleinen Stückchen. Für sperrige Gerichte wie das Brathendl schafften die chinesischen Mensa-Betreiber Messer und Gabeln an.