Mehr Schüler und Studenten Generation Job
Die Gruppe der 15- bis 30-Jährigen wird seit Jahren kleiner und kleiner. Ganz so, wie es die Bevölkerungsexperten in ihren Modellen vorausgesagt haben. Doch immer mehr junge Leute tummeln sich an Schulen und Universitäten: Die Zahl der Schüler und Studenten hat sich seit 1991 von 4,4 Millionen auf nun fünf Millionen erhöht. Ihr Anteil an den 15- bis 30-Jährigen stieg von 26 Prozent auf heute 36 Prozent an, ermittelte das Statistische Bundesamt beim so genannten Mikrozensus, einer jährlichen Befragung der deutschen Haushalte.
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Der Untersuchung zufolge gibt es in Deutschland nicht nur mehr Schüler und Studenten als vor zehn Jahren. Der Nachwuchs ist im neuen Jahrtausend auch noch viel fleißiger als vor einer Dekade - zumindest beim Jobben. Bei der Befragung Anfang Mai 2000 gab jeder achte Schüler und Student an, neben der Ausbildung zu arbeiten. Zu Beginn der neunziger Jahre hatte nur ein Zehntel die Ärmel hochgekrempelt, um sich ein paar Mark dazu zu verdienen.
Jobben gefährdet Ihre Berufschancen
Vor allem die 25- bis 29-Jährigen bessern zwischen Seminar und Vorlesung die Haushaltskasse auf. 38 Prozent arbeiten neben dem Studium. In den Semesterferien, so die Statistiker, liege der Anteil der Jobber noch deutlich höher. Das bestätigen auch die regelmäßigen Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerkes.
Doch die ständige Maloche tut den Nachwuchs-Akademikern gar nicht gut. Wer Nacht für Nacht mit dem Taxi um die Häuser kurvt, verschläft am nächsten Morgen oft die Vorlesung und lässt auf Dauer das Studium schleifen. Das haben nun auch Deutschlands Professoren erkannt.
In einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft kamen die Hochschullehrer zu der Erkenntnis, dass Studenten, die intensiv neben dem Studium arbeiten müssen, ihre Chancen beim späteren Start ins Berufsleben gefährden. Allerdings sehen die Dozenten auch die studentischen Realitäten: Nur jeder fünfte Professor schätzt die Finanzlage seiner Schützlinge als gut oder sehr gut ein.