Oxford: Elektroschocks für Studenten - DER SPIEGEL
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Hirnforschung Elektrogeschockte Studenten rechnen schneller

Bitte nicht während einer verzweifelten Nacht am Schreibtisch nachmachen: Forscher haben Studenten elektromagnetische Impulse durch den Kopf gejagt und sie knifflige Mathe-Aufgaben lösen lassen. Der Turboboost fürs Hirn scheint tatsächlich zu funktionieren.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Schon wieder Probleme beim Dividieren? Keine Ahnung, wie man eine Gleichung mit zwei Unbekannten lösen soll? Angst vor der nächsten Statistikklausur? Dann könnte ein ordentlicher Elektroschock helfen.

Psychologen der Oxford University in Großbritannien jagten bei einem Experiment mehreren Studenten elektromagnetische Impulse durch den Kopf.

Hinterher konnten die geschockten Hochschüler knifflige Matheaufgaben um ein Drittel schneller lösen als ihre Kommilitonen, die ohne elektronische Therapie an die Rechenarbeit gegangen waren. Die Wissenschaftler glauben, dass die schmerzlose Therapie einen besseren Informationsaustausch der Gehirnzellen ermöglicht.

"Wenn diese Behandlung in der Lage ist, die Gehirnleistung bei komplexen Rechenoperationen zu verbessern, dann wird das auch für einfachere kognitive Prozesse möglich sein", sagt Cohen Kadosh, Leiter der Oxford-Studie.

Von dem Versuch, das logische Denkvermögen zu Hause schon mal mittels Stromkasten, Steckdosen, präparierter Lampenkabel und Schaltern zu erhöhen, raten die Forscher und der UniSPIEGEL allerdings dringend ab.


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