Ruanda Eine magische Begegnung
Nach drei Stunden Aufstieg ist zunächst nicht mehr als ein Schatten zu sehen. Dann wird dichtes, schwarzes Haar sichtbar: Ein etwa 150 Kilogramm "Black-Back" widmet sich in der Sonne ausgiebig seinem Mittagsmahl. Das Menü des Gorillas besteht aus fast 200 verschiedenen Pflanzen.
Keine zehn Sekunden später heißt es: Zurücktreten bitte! Weitere Mitglieder der 38 Tiere starken Gruppe finden sich ein - und wir stehen plötzlich mittendrin. Der riesige Silberrücken, unumstrittener Anführer einer jeden Gorilla-Gruppe, döst inmitten der Herde. Er erträgt mit stoischer Ruhe, dass um und auf ihm die Nachkommen herumtollen. Die majästätischen Tiere strahlen eine erhabene Gelassenheit aus, die ansteckend wirkt.
Schließlich erreicht "Poppy" den Rastplatz. Die Gorilla-Dame ist 30 Jahre alt, ihr Nachwuchs ist 2. Eine einzige Stunde verfliegt im Nu - viel zu wenig Zeit. Aber doch genug, um den Wunsch zu verspüren, diese würdevollen Wesen näher kennenlernen zu wollen.
Schließlich kommt Bewegung in den Silberücken: Er verschwindet im Unterholz. Ein Alles-in-bester-Ordnung-Grunzer folgt. Das Zeichen für den Aufbruch - und damit das Ende einer magischen Begegnung.
Nächste Etappe: Kongo - Märchenwald und Arche Noah