Studentenproteste: Sprich mit ihnen! - DER SPIEGEL
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Studentenproteste Sprich mit ihnen!

Überall in Deutschland gingen Studenten im Wintersemester auf die Straße, doch Hochschulrektoren und Kultusminister stellen sich taub. Studentenvertreter ärgern sich über den fehlenden Draht zur Politik.
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Zu Zehntausenden protestieren Studenten in diesem Winter gegen Sparwahn und Studiengebühren - doch bei den entscheidenden Stellen finden ihre Vertreter kein Gehör. Das Verhältnis zur Hochschulrektorenkonferenz und zur Kultusministerkonferenz sei ziemlich angespannt, sagt Harald Pittel vom "Freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften" (fzs). Die Kultusminister hätten neulich sogar versucht, die beiden Studierendenvertreter aus dem Akkreditierungsrat, der für die Anerkennung von neuen Studiengängen zuständig ist, auszuschließen. Zu Tagungen werde der aufmüpfige Verband schon gar nicht mehr eingeladen.

"Die reden nicht ernsthaft mit uns, die nehmen uns gar nicht wahr", beklagt auch Stefan Bienefeld, Vorsitzender des europäischen Studierendenverbands, die schlechte Zusammenarbeit mit Hochschulrektoren und den fehlenden Draht zur Politik. Besonders ärgerlich sei die Situation in Nordrhein-Westfalen, wo Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft (SPD) kürzlich Studienkonten eingeführt hat, ohne die Studierendenverbände des Landes über die Auswirkungen zu informieren. Das Ergebnis: Hunderte von Langzeitstudenten rennen nun den studentischen Sozialberatungen die Tür ein.

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Protest-Bilder: Studenten nackt und nass

Foto: DPA

In anderen Ländern wie Schweden, Großbritannien und Italien kommen die Ministerialen mit dem akademischen Nachwuchs "deutlich besser" klar, so Bienefeld. Sie würden in Arbeitsgruppen eingebunden und zu gemeinsamen Beratungen eingeladen.