Uganda: Heilung in der Stadt - DER SPIEGEL
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Uganda Heilung in der Stadt

Bankgebäude, Wellblechhütten und die "Holy-Wood"-Videothek: In Kampala erlebt Sebastian Woitsch die "Magie Afrikas".
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Kampala ist eine typische afrikanische Großstadt. Ganze Bataillone von Boda-Boda-Fahrern (sie steuern Fahrrad-Taxis) dösen am Straßenrand oder werben emsig um Kundschaft, unzählige Minibusse verstopfen die Strassen, belagert vom Heer der Straßenkinder, die verbissen um den "besten Platz" rangeln.

Eine korpulente Frau mit Aschenbecherboden-Brillengläsern und Sturmgewehr bewacht den Eingang eines Einkaufszentrums. Mächtige indische Tempel stehen neben modernen Bankgebäuden und Wellblechhütten. Frauen in farbenprächtigen Saris rauschen vorbei. Der "Jesus cares" -Supermarkt befindet sich gleich neben dem "God is the answer"- Barber, dem "Babylon"-Internetcafe und der "Holy-Wood"-Videothek.

Plötzlich entsteht ein Menschenauflauf: Zwei junge Männer bieten neben Kunststücken auf dem Einrad auch die Heilung aller denkbaren Gebrechen an – und sie haben Kundschaft! Die "Magie Afrikas" ist auch in den Millionenstädten noch nicht verschwunden.

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