Android 4.4 Kitkat: Nur 1,8 Prozent Marktanteil - DER SPIEGEL
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Neue Android-Version Kaum ein Handy hat Kitkat

Googles Handy-Betriebssystem Android ist weltweit auf den meisten Smartphones installiert. Doch aktuelle Zahlen zeigen: Auch Monate nach ihrer Einführung benutzt kaum jemand die neueste Version der Software.
Google-Website zu Android 4.4: Mit Enthusiasmus gestartet, hat es bisher nicht abgehoben
Google-Website zu Android 4.4: Mit Enthusiasmus gestartet, hat es bisher nicht abgehoben

Google-Website zu Android 4.4: Mit Enthusiasmus gestartet, hat es bisher nicht abgehoben

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Drei Monate nach ihrer Einführung ist die neueste Android-Variante immer noch ein Nischenprodukt. Aktuelle Zahlen, die Google auf seiner Entwickler-Website  veröffentlicht hat, zeigen, dass derzeit gerade mal 1,8 Prozent der Android-User die Version 4.4 der Google-Software - Codename Kitkat - benutzen. Weniger weit verbreitet ist nur das vier Jahre alte Android 2.2. Noch ältere Versionen führt Google nicht auf.

Diese Zahlen geben Kritikern recht, die Google eine zu starke Fragmentierung des Mobilbetriebssystems vorwerfen. Fragmentierung bedeutet: Es sind viele verschiedene Versionen der Software im Umlauf. Google selbst listet zwischen Android 2.2 und 4.4 mehr als ein Dutzend Varianten auf. Diese Vielfalt macht es nach Ansicht von Kritikern den Entwicklern schwer, Apps zu schreiben, die kompatibel zu allen Varianten sind. Zugleich hätten es Kriminelle leicht, Sicherheitslücken auszunutzen, die in einem Update längst geflickt sind, während die Vorversion sie noch enthält.

Der Grund des Problems ist die Vielfalt an Geräten, die mit Android ausgeliefert werden. Ähnlich wie bei Windows-PC muss die Software an jede neue Hardware angepasst werden, bevor sie installiert werden kann. Je nach Komplexität der nötigen Anpassungen und dem Aufwand, den ein Hersteller betreibt, kann es Monate dauern, bevor der Hardware-Anbieter eine aktuelle Android-Version für ein bestimmtes Handymodell freigibt.

Apples Vorteil

Apples aktuelles iOS 7 war hingegen bereits einen Tag nach seiner Veröffentlichung auf fast einem Drittel der aktiven iOS-Geräte installiert. Mittlerweile ist es Apple zufolge auf rund 80 Prozent  der iPhones, iPads und iPod Touchs installiert.

Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass Apple es ungleich leichter hat, seine Updates an ältere Hardware anzupassen. Im Gegensatz zu Android gibt es nur eine überschaubare Anzahl unterschiedlicher Modelle. Zudem können alle Software-Modifikationen im Haus erledigt werden.

Von ähnlichen Vorzügen profitieren bei Android nur die Geräte, die Google selbst vermarktet, also die Nexus-Smartphones und -Tablets. Auch für sie gilt, dass Updates relativ schnell kommen - sofern die Hardware noch leistungsfähig genug für die neue Software ist.

Aber auch Besitzer anderer, halbwegs aktueller Android-Smartphones können in Kürze mit Kitkat-Updates rechnen. Für das LG G2 und das HTC One beispielsweise sollen entsprechende Aktualisierungen in Kürze bereitstehen. Sobald die veröffentlicht sind, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis auch der Kitkat-Anteil am Android-System steigt.

Allerdings steht dann auch schon fast das nächste große Android-Update ins Haus.

mak