Chip-Hersteller Intel steigt ins Handy-Geschäft ein
Intel-Chef Otellini: "Computernutzung ist nicht auf klassische Computer beschränkt"
Foto: Andrew Gombert/ dpaLas Vegas - "Die Computernutzung ist nicht länger auf klassische Computer beschränkt", sagte Intel-Chef Paul Otellini am Donnerstag auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas.
Das "GW900" genannte LG-Gerät, das Intel-Chef Otellini auf Amerikas größter Messe für Unterhaltungselektronik präsentierte, sieht aus wie eine Mischung aus Smartphone und Tablet-PC. Dank Intels neuem Chip namens "Moorestown" sei es so leistungsfähig, dass es Filme in hoher Auflösung abspielen oder Videokonferenzen abwickeln könne. Nutzer bedienen es über ein berührungsempfindliches Display. Als Betriebssystem kommt das von Intel entwickelte "Moblin" zum Einsatz, eine für mobile Geräte optimierte Variante des offenen Systems Linux.
Intel verfolgt seit Jahren das Ziel, sein Geschäftsfeld außerhalb von Personalcomputern zu stärken. Im Markt für Smartphones war der Chip-Hersteller bislang jedoch nicht an der Konkurrenz vorbeigekommen: Seine Prozessoren waren für den Einsatz in kleinen Geräten bislang zu stromhungrig. Ganz neu ist der "Moorestown"-Chip nicht, vorgestellt wurde die Prozessorarchitektur bereits im Jahr 2008.
Die Branche elektrisieren im Moment ohnehin eher Mikrochips eines anderen Herstellers - die sogenannten Snapdragon-Chips von Qualcomm schaffen Taktfrequenzen von einem Gigahertz und machen Handys der neuesten Generation damit blitzschnell. Auch im nagelneuen Googlephone steckt ein Qualcomm-Chip.