iFixit: Experten zerlegen das neue iPad mini - DER SPIEGEL
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iFixit: So sieht das iPad mini mit Retina-Display innen aus

Foto: ifixit.com

iFixit Experten zerlegen das neue iPad mini

Jetzt ist auch das Kleine zerlegt: Die Fachleute von iFixit haben das neue iPad mini mit Retina-Display auseinandergenommen und dessen Reparaturtauglichkeit untersucht. Ihr Urteil fällt aus wie bei Apple-Produkten üblich.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Mitarbeiter von iFixit scheint mittlerweile schon sportlicher Ehrgeiz anzutreiben. Erneut haben sie es geschafft, ein Hightech-Produkt, das gerade erst in den Handel gekommen ist, komplett in seine Baugruppen zu zerlegen. Zuletzt hatten sie dasselbe mit Geräten wie Microsofts Surface-2-Tablet, den neuen iMacs und auch dem iPhone 5s getan. Jetzt landete das iPad mini mit Retina-Display  auf ihrem Seziertisch.

In dem neuen Modell steckt jetzt dieselbe Technik wie im großen iPad Air: Es hat den Apple-A7-Prozessor samt M7-Koprozessor, ein W-Lan-Modul, das alle aktuellen Standards beherrscht, und gegen 130 Euro Aufpreis auch LTE. Vor allem aber wurde sein 7,9-Zoll-Display jetzt auf Apples Retina-Technik aufgerüstet, zeigt mit 2048 x 1536 Bildpunkten genauso viele Pixel an wie sein großes Gegenstück.

Dabei fielen den Experten einige positive Feinheiten auf. So sind das Display und sein Deckglas nicht, wie sonst üblich, miteinander verklebt und können unabhängig voneinander ausgewechselt werden. Ebenso positiv bewerteten sie, dass der Akku über ein Steckkabel mit der Platine verbunden und die Kontakte nicht fest aufgelötet worden sind.

Damit hat es sich aber auch mit den freundlichen Bemerkungen der iFixit-Techniker. Der Weg, um überhaupt an die Inneren des kleinen Apple-Tablets zu kommen, sei ausgesprochen beschwerlich, schreiben sie auf ihrer Website. Vor allem kritisieren sie die "lächerliche" Verwendung von Klebstoff, der verschwenderisch aufgetragen wird, um viele der Einzelteile zusammenzuhalten. Die zähe Masse würde Reparaturen unnötig erschweren.

Dasselbe gelte für die große Menge kleiner Schrauben, die teils nur schwer zugänglich sind, aber unbedingt gelöst werden müssen, wenn man beispielsweise an den Akku oder die Kamera herankommen will.

Am Ende des ausführlichen Sezierberichts fällt iFixit ein wenig schmeichelhaftes Urteil über die Reparaturfreundlichkeit des neuen iPads: Nur zwei von zehn möglichen Punkten geben sie dem kleinen Tablet. Schlechter bewerteten sie zuletzt nur Microsofts Surface 2, dem sie nur einen Punkt  zugestanden haben.

mak