Angespielt: Gears of War 3
Angespielt Gears of War 3
Ein paar breitschultrige Soldaten, die in spektakulärer Kulisse auf extrem unangenehme Außerirdische schießen: Das also ist der dritte Teil der legendären "Gears of War"-Reihe, der erste, der in Deutschland offiziell frei gegeben ist. Das liegt nicht daran, dass dieser Teil weniger blutig als die Vorgänger ist. Das ist er nämlich nicht, Gegner platzen auf, der Kettensägenaufsatz als Nahkampfwaffe kommt auch in Teil drei wieder zum Einsatz.
Die Freigabe scheint vielmehr ein Indiz dafür zu sein, dass sich in Deutschland der Massstab für Altersfreigaben verschoben haben könnte. Was gut ist, denn das, was hier gezeigt wird, ist zwar immer wieder extrem blutig, aber keinesfalls so, dass es Volljährige nicht verkraften könnten. Gleichzeitig allerdings wirft das die Frage auf, welcher Volljährige die Handlung dieser Reihe und vor allem die Protagonisten verkraften kann, die wie deformierte Actionfiguren durch die Gegend stampfen und dabei tumbe Dialoge führen.
Aber wahrscheinlich kann man sich diese Frage sparen, sondern "Gears of War" als das nehmen, was es ist. Die spielerische Entsprechung zu einem mittelmäßigen Heavy Metal-Album: brutal, albern, technisch brillant - und auf Dauer etwas öde.
"Gears of War 3" von Microsoft für Xbox 360, ca. 45 Euro; USK: Ab 18 Jahren
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