Angespielt: Bayonetta
Stiefeltritte aus der Frisur, Folterinstrumente aus dem Mittelalter, Engelschöre, seichte Popmusik, Filmzitate, Latex, Himmel und Hölle: Wenn die Hexe Bayonetta gegen finstere Mächte kämpft, prallen Sachen aufeinander, die nicht unbedingt zusammen gehören und verbinden sich doch zu einem gemeinsamen Etwas. Allerdings sollte man nicht einmal ansatzweise Kohärenz in Handlung oder Optik erwarten. "Bayonetta" funktioniert so nicht, "Bayonetta" will mit Eindrücken erschlagen. Wer sich darauf einlässt, wird immer neue Details sehen, Feinheiten herausfinden und sich darüber freuen. Das gilt nicht nur für die wirre Handlung, sondern auch fürs Gameplay: Im Grunde geht es darum, Gegner mit Prügeleien, Tritten und Schüssen aus mächtigen Wummen ins Jenseits zu schicken. Das reicht vom einfachen Knöpfchendrücken für Anfänger bis zu hochkomplexen Combo-Kämpfen für Fortgeschrittene.
Verschiedene, sehr gut aufeinander abgestimmte Schwierigkeitsgrade machen es möglich, dass man bei genug Ehrgeiz das Spiel oft durchspielen kann, ohne sich zu langweilen und immer das Gefühl haben wird, etwas neues gelernt zu haben. "Bayonetta" ist ein spektakuläres Werk und ein erfrischender Ausbruch aus der Gleichförmigkeit vieler Titel von heute. Einzigartig!
"Bayonetta" von Sega, für Xbox 360 und Playstation 3 , ca. 50 Euro; USK: ab 18 Jahren
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