Angespielt: Just Cause 2 - DER SPIEGEL
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"Just Cause 2": Eine schemenhaft gehaltene Agentenstory

Angespielt Just Cause 2

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Kann ein Spiel mit einem Nichts an Handlung und einem blassen Hauptdarsteller gut sein? "Just Cause 2" zeigt, wie das funktionieren kann. Das liegt aber vor allem daran, dass der eigentliche Star des Spiels nicht seine Geschichte ist. Die ist eine schemenhaft gehaltene Agentenstory, die als Persiflage durchgehen kann, aber weder besonders tief gehend noch bewegend ist. Rico Rodriguez, der Protagonist des Spiels bleibt ein Holzschnitt, die Nebendarsteller hat man vergessen, sobald man die Spielkonsole ausschaltet. Aber das macht nichts, denn man wird sie wieder anschalten, weil man zurück möchte in die Spielewelt, in die über 1000 Quadratkilometer große Inselwelt des fiktiven südostasiatischen Staates Panau.

Die zieht sich von Sandstränden am blauen Meer bis zu Skigebieten in den Bergen, hat tropische Regenwälder, Wüsten und moderne Städte. Und überall gibt es etwas, das man kaputt machen kann: Öltanks, Satellitenschüsseln, Sendemasten - alles, was man spektakulär in die Luft jagen möchte, kann man auch tatsächlich spektakulär in die Luft jagen. Explosionen sind das, was man von ihnen erwartet: Viel Feuerwerk und satte Geräusche. "Just Cause 2" bedient ein seit Kindertagen vorhandenes Bedürfnis, Dinge kaputt zu machen. Ob es das Einreißen von Sandburgen ist, das Umwerfen von Bauklötzchentürmen oder das Auseinandernehmen von Lego-Häusern: Es macht einfach Spaß und ist ungemein befriedigend. Immer wieder.

"Just Cause 2" von Square Enix, für PC, Playstation 3 und Xbox 360, ca. 50 Euro; USK: Ab 18 Jahren

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