3DS-Spiel: So sieht "Codename S.T.E.A.M." aus
"Codename S.T.E.A.M." Abraham Lincoln kämpft gegen Aliens
Im Luftschiff treffe ich auf Abraham Lincoln. Er nimmt mich in seine Truppe auf. Sie besteht aus Superhelden, die die Welt von Außerirdischen befreien sollen. Kurz vorher habe ich mich durch die Straßen Londons gekämpft und Aliens abgeschossen. Jetzt soll ich dahin zurück und die Königin Victoria retten. Ich tue es, obwohl ich kein Royalist bin und sie von mir aus auch auf den Mars gebracht werden könnte. Aber ihre Rettung macht viel Spaß. Unversehens.
"Codename S.T.E.A.M." wurde von Intelligent Systems für Nintendos 3DS entwickelt. Und allein das wäre schon ein Grund, sich das Spiel genauer anzuschauen. Intelligent Systems hat nämlich unter anderem die "Advance Wars"- und "Paper Mario"-Spiele entworfen - gut spielbare, herausfordernd komplexe und hübsch aufgemachte Titel. "Codename S.T.E.A.M." fügt sich in diese Reihe - und ist doch anders.
Am Anfang eines Levels suche ich meine Kämpfer aus, zur Auswahl stehen Superhelden von Abraham Lincolns Gnaden, gestählt im Kampf gegen das Böse. Ich suche ihre Waffen aus, starte. Und lande in einem rundenbasierten Taktikspiel. Schaue den Figuren über die Schulter, suche aus, wo sie hingehen, wie sie sich verstecken oder wen sie angreifen. Ich versuche, ihre Spezialeigenschaften einzusetzen, sie nicht zu sehr ins Feuer der Aliens zu schicken. Ziehe sie zurück, lasse sie sich gegenseitig heilen, sich Feuerschutz geben.
Immer wieder komme ich in Schwierigkeiten, weil ich zu viel Dampf verbraucht habe. Das ist die Energieeinheit - naheliegend bei dem Titel und bei der Steampunk-Comic-Aufmachung des Spiels. Pro Runde bekomme ich eine gewisse Menge Dampf, pro Schritt verbrauche ich etwas davon, für Schüsse mehr, bei Spezialwaffen meist noch mehr. Wenn der Dampf alle ist, bleibe ich stehen. Und so lande ich oft genug im Visier eines Gegners und hoffe nur, dass er nicht so weit kommt.
"Codename S.T.E.A.M." ist ein tückisches Spiel. Anfangs kommt es in seiner Comic-Aufmachung etwas albern daher und entpuppt sich doch schnell als ein hochkomplexes Spiel voller Feinheiten, das meine volle Konzentration fordert. Manche Level muss ich sehr oft wiederholen, bis ich auch wirklich durchkomme.
"Codename S.T.E.A.M." von Nintendo für 3DS, circa 40 Euro; USK: Ab 12 Jahren