Angespielt: "Hoplite"
"Hoplite" angespielt Der mühsame Weg in die Tiefe
Ein Feld nach links? Geht nicht, da ist mein kleiner Ritter im Visier eines Bogenschützen. Eins nach rechts? Da könnte ich den Bombenleger endlich erwischen. Also los. Womit ich nicht gerechnet habe: Da ist auch noch ein Magier, der aus einiger Entfernung einen Strahl auf mich abfeuert. Mit letzten Kräften schleppe ich mich zum Altar. Fülle meine Energie wieder auf und schwöre mir, bei den nächsten Zügen besser aufzupassen. Ich muss es schaffen. Ich muss eine Ebene tiefer kommen.
"Hoplite" ist ein einfaches Spiel. Eigentlich. Runde um Runde ziehen Spieler und Gegner abwechselnd. Immer auf der Lauer, immer auf der Suche nach der besten Position, um einen vernichtenden Schlag auszuführen. Das Spielfeld besteht aus Hexagonen, Züge sind in alle sechs Richtungen möglich. Manchmal muss ein Graben mit Lava überwunden werden, manchmal erst ein Schrein angesteuert werden, an dem ich Vorräte auffüllen oder mir Spezialfähigkeiten besorgen kann. Mein Ziel ist irgendwo da unten, die 16. Ebene, auf der angeblich das Flies von Yendor auf mich wartet. Was auch immer das ist. Ich glaube nicht, dass ich es noch sehen werde.
Ich bleibe nämlich immer hängen. Auch wenn ich mich gut vorgearbeitet habe. Alle Herzen aufgefüllt, Speere mit zusätzlicher Reichweite versehen. Und dann schlägt das Schicksal doch zu. Oder die Gegner. Oder meine fehlende Aufmerksamkeit. Mein Ritter ist in fünf Zügen tot. Und ich beginne von vorn. Es muss doch zu schaffen sein. Eines Tages.
"Hoplite" von Magma Fortress für iOS und Android, 1,79 Euro (Stand 14.2.)