Videospielmesse Gamescom: Fortgesetzter Erfolg
Spielemessen Kölner Gamescom bricht Leipzigs Rekord
Köln - Die offizielle Mitteilung der Kölner Messegesellschaft strotzt vor Superlativen. Die Gamescom sei "auf Anhieb die größte Spielemesse der Welt" geworden, habe sich "als Leitmesse etabliert" die Premiere sei "hervorragend verlaufen". Zumindest was die Besucherzahlen angeht, haben die Veranstalter durchaus Grund zur Begeisterung: 245.000 sollen es am Ende gewesen sein, die von Mittwoch (Fachbesuchertag) bis Sonntag über das Kölner Messegelände spazierten. 17.000 davon seien Fachbesucher gewesen.
Bei der letzten großen Leipziger Games Convention im Jahr 2008 waren rund 200.000 Besucher gekommen - Köln hat also im direkten Vergleich einen Besucherrekord aufgestellt. Allerdings kamen weniger Aussteller: Etwa 550 waren es in Leipzig im vergangenen Jahr, 458 kamen 2009 nach Köln. Davon kamen etwa 200 aus dem Ausland.
Die wohl bedeutsamste Ankündigung der Messe betraf eine Preissenkung: Sonys Playstation 3 wird in einer neuen Version, die kleiner, leiser und stromsparend sein soll, künftig 300 Euro kosten. Neben dem von der Branche sehnsüchtig erwarteten Preisabschlag gab es durchaus einige frische Konzepte zu sehen, von denen viele darauf ausgelegt scheinen, die Grenze zwischen Spiel und Wohnzimmer durchlässiger zu machen.
In Leipzig wird es weiterhin eine Games Convention geben - die neue Version ist aber thematisch auf Online-Spiele eingegrenzt. Zur Premiere Anfang August kamen gut 43.000 Besucher - die Veranstalter hatten mit mehr gerechnet.
Den Ausstellern gefiel es in Köln durchaus, die geräumigeren Messehallen wurden allgemein gelobt, auch wenn viel von "weiten Wegen" die Rede war. Eine gewisse Wehmut konnte mancher aber doch nicht verhehlen: Vielen Branchenvertretern war die Leipziger Messe und der Enthusiasmus der Leipziger für ihre Games Convention durchaus ans Herz gewachsen.