Julia Klöckner: Bundestag will jetzt auch TikTok nutzen - DER SPIEGEL
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Social-Media-Aktivitäten des Parlaments Bundestag will jetzt auch TikTok nutzen

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat offenbar das Potenzial von TikTok erkannt: »An dieser digitalen Theke sind Menschen, die sich nirgendwo anders informieren.«
Bundestagspräsidentin Klöckner: Über die Arbeit des Parlaments soll künftig auch bei TikTok informiert werden
Bundestagspräsidentin Klöckner: Über die Arbeit des Parlaments soll künftig auch bei TikTok informiert werden

Bundestagspräsidentin Klöckner: Über die Arbeit des Parlaments soll künftig auch bei TikTok informiert werden

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Kay Nietfeld / picture alliance

Der Bundestag weitet seine Social-Media-Aktivitäten aus und wird künftig auch die Plattform TikTok nutzen. »Wenn es dieses Medium gibt, wäre es ziemlich unsinnig, da nicht auch über unsere Arbeit zu informieren und das Parlament darzustellen«, sagte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, 52, der Nachrichtenagentur dpa.

TikTok sei zwar in vielerlei Hinsicht nicht unproblematisch. »Aber es ist nicht verboten. Und auf dieser Plattform, an dieser digitalen Theke sind Menschen, die sich nirgendwo anders informieren«, sagte die CDU-Politikerin. Die wenigsten Menschen hätten heute noch eine gedruckte Zeitung zu Hause. »Wenn man fragt, wo sie sich informieren, dann ist das bei jungen Leuten TikTok.«

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Auf TikTok werden vor allem kurze Videos veröffentlicht. Zumeist sind sie unterhaltsam, es gibt aber auch informative Varianten – und solche mit Falschinformationen.

Gegen TikTok gibt es allerdings erhebliche Sicherheitsbedenken und den Vorwurf mangelnden Datenschutzes. Betreiber ist das Unternehmen ByteDance, das einen chinesischen Gründer und eine große Zentrale in Peking hat. Es gibt die Sorge, die App könne von chinesischen Behörden zum Sammeln von Informationen über ihre Nutzerinnen und Nutzer missbraucht werden. Auch wegen des Einflusses auf Kinder und Jugendliche steht die Video-App oft in der Kritik.

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Interessant ist die Plattform für die Politik, weil sie Zugang zu einem riesigen Publikum bietet. Sie wurde im vergangenen Jahr laut Bundesamt für den Datenschutz und die Informationsfreiheit allein in Deutschland monatlich von rund 21 Millionen Menschen aktiv genutzt. Weltweit seien es mehr als 1,5 Milliarden Nutzerinnen und Nutzer pro Monat gewesen.

Erkannt hat das Potenzial hierzulande zuerst die AfD, die auf TikTok wie keine andere Partei präsent ist (mehr dazu erfahren Sie hier ). Auch der Bundeskanzler  nutzt TikTok inzwischen.

  • Anfang des Jahres hatte eine Datenanalyse gezeigt, welche Bundestagsabgeordneten auf TikTok, Instagram, X und Co. gefragt sind – und welche Parteien wo Aufholbedarf haben. Die Ergebnisse können Sie hier nachlesen.

aar/dpa