Enthüllungsplattform WikiLeaks klagt über Internetattacken
WikiLeaks: Angriffe aus dem Netz?
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpaHamburg - Wird WikiLeaks von attackiert? Die Hauptseite WikiLeaks.org war am Dienstagmittag zwar zu erreichen, die eigens eingerichtete Unterseite zu den Botschaftsdepeschen, die dort seit Sonntag sukzessive veröffentlicht werden, war dagegen zeitgleich kurzzeitig nicht verfügbar. Am Dienstagnachmittag waren beide Seiten immer wieder vorübergehend nicht erreichbar.
rund 250.000 vertrauliche oder geheime Berichte aus US-Botschaften
WikiLeaks hatte veröffentlicht. Der SPIEGEL und andere internationale Medien analysieren die Depeschen. Weltweit sorgten die Enthüllungen für große Aufregung.
Bereits am Sonntagabend, als die ersten Dokumente veröffentlicht wurden, war die Seite vorübergehend nicht erreichbar gewesen. In beiden Fällen wurde über den WikiLeaks-Twitter-Account vermeldet, man sei derzeit Ziel einer sogenannten distribuierten Denial-of-Service-Attacke (DDoS).
Dabei werden viele Rechner gleichzeitig dazu eingesetzt, eine Website durch ständige Seitenaufrufe unerreichbar zu machen. Dazu wird in der Regel ein sogenanntes Botnetz eingesetzt, eine Armee von Computern, über die der Angreifer per Schadsoftware die Kontrolle übernommen hat.
Ein US-Hacker mit dem selbstgewählten Spitznamen "The Jester" (übersetzt etwa "der Hofnarr"), eigenen Angaben zufolge ein Ex-Soldat, hatte am Sonntag via Twitter behauptet, er sei der Urheber der Angriffe. WikiLeaks sei eine Gefahr für die USA und müsste deshalb bekämpft werden. Überprüfen lassen sich diese Behauptungen derzeit jedoch nicht.