Angespielt: Alone in the Dark - DER SPIEGEL
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Angespielt Alone in the Dark

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Eine Ansammlung guter Ideen ist nicht immer ein gutes Spiel. Das beweist "Alone in the Dark" - leider.

Denn die Fortsetzung des Gruselklassikers ist ein schönes Beispiel für zu viel gewollt. Die Geschichte um eine Damönenverschwörung in New Yorks Central Park beginnt mit einigen Knalleffekten, die einen sofort in die grafisch toll gestaltete Welt hineinziehen. Es brennt, man muss es schaffen, einer Gruppe von mysteriösen Gestalten zu entkommen, während gleichzeitig das Haus um einen herum zusammenfällt. Gleichzeitig aber meldet sich immer wieder die Spielemechanik, die den Spieler aus dem Spiel reißt: "Hallo, ich bin hier, beachte mich." Und anstatt intuitiv die richtigen Knöpfe zu drücken, muss der immer wieder nachdenken, muss in die Anleitung schauen oder auf das Gamepad, anstatt sich mit wohligem Gruseln der Atmosphäre hinzugeben. Was anfangs sehr störend wirkt, wird mit der Zeit besser, ganz heraus bekommt man diesen Bruch aber nicht. Auch weil eine zwar toll realistische, aber irgendwie auch umständliche Inventarverwaltung immer wieder Beine stellt.

Irgendwann, so glaubt man bald, hätte mal jemand den Entwicklern Einfachheit beibringen sollen. So aber ist "Alone in the Dark" ein immer noch lohnendes, aber auch sehr kompliziertes Spiel geworden, durch das sich nur harte Fans durchbeißen werden. Und das ist schade. Das Potential ist deutlich höher.

"Alone in the Dark" von Atari, u.a. PC und Xbox 360 ab ca. 50 Euro; USK: Ab 18 Jahren

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