Angespielt: Noby, Noby, Boy - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Angespielt Noby, Noby, Boy

"GTA IV" steigt in "The Lost and Damned" aufs Motorrad, "Resident Evil V" tauscht Grusel gegen Panik und "Noby Noby Boy" dreht und windet sich. "Street Fighter IV" kramt fast vergessene Videospielqualitäten heraus und "Silent Hill: Homecoming" verliert sich im Nebel. Die wichtigsten Spiele des Monats
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Zurück zur Übersicht

Ist ein Spiel, bei dem es kein Ziel gibt, noch ein Spiel? "Noby Noby Boy" stellt diese Frage.

Das neue Werk von Keita Takahashi, dem Erfinder des Ballrollspiels "We love Katamari", besteht eigentlich daraus, eine regenwurmartige Figur durch Welten zu steuern, sie zu dehnen und mit Gegenständen zu füttern. Und zwar so, dass sie sie möglichst nicht wieder ausscheidet. Oder vielleicht doch, denn es sieht lustig aus, wenn sie einen Ball aus dem Hinterteil schleudert.

Manchmal aber sind die Gegenstände zu groß und das Hinterteil wird abgerissen. Dann kann man es wieder fressen, und es hängt sich erneut hinten dran. Spaß macht es auch, aus dem Wurm eine Zwille zu bauen und Dinge durch die Gegend zu schießen. Irgendwann, wenn man Boy - so heißt der Wurm wohl - genug gedehnt hat, kann man seine Länge ins Internet übertragen. Dort wächst dann Girl, die weibliche Variante des Boys, in den Himmel. Kombiniert aus allen Wurmlängen der Spieler.

Wird "Noby Noby Boy" so zum richtigen Spiel? Vielleicht. Möglicherweise aber ist "Noby Noby Boy" einfach ein ganz einfaches Spielzeug für die Konsole, das sich so wie Legosteine einfach so verhält, wie es die Spieler wollen. Ganz sinn- und ziellos. Und gerade deshalb gut.

"Noby Noby Boy" von Namco als Download für Playstation 3 , 3,99 Euro

Weiter zu: Street Fighter IV

Mehr lesen über

Verwandte Artikel