3-D-Fernsehen Weg mit den blöden Brillen
Hannover - Dabei werden durch eine Trennungsmarke separierte Bildausschnitte jeweils dem rechten und linken Auge mit einem "Stereo-Effekt" präsentiert - der Betrachter fügt diese Eindrücke im Kopf zu einem Bild zusammen.
Dieser Effekt bleibt auch dann erhalten, wenn der Benutzer seine Position vor dem Bildschirm verändert, berichten die Hersteller. Möglich ist dies mittels einer eingebauten Kamera. Sie scannt 25 mal pro Sekunde den Raum ab und hält jede Bewegung des Menschen vor dem PC fest. In diesem Fall sendet die Kamera einen Korrekturbefehl an einen Rechner, um das 3-D-Bild neu abzustimmen.
"Mit unserem Bildschirm haben wir eineinhalb Jahre Vorsprung vor der Konkurrenz", sagt Entwickler Armin Schwerdtner. Seit 1996 hatten Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden geforscht und dann die 3-D-Display GmbH gegründet. Die Entwicklung des flachen Stereo-Displays kostete rund fünf Millionen Mark. Nun steht das Produkt kurz vor der Markteinführung. Als Einsatzgebiete für das 29.000 Mark teure Produkt sind unter anderem die Medizintechnik und der Automobilbau vorgesehen.