Angespielt: Dreamfall – The Longest Journey - DER SPIEGEL
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Angespielt Dreamfall – The Longest Journey

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"Mach was aus deinem Leben!" Das möchte man der jungen Zoe Castillo zurufen, der Hauptfigur von "Dreamfall" - zumindest anfangs. Dann, wenn sie herumhängt, nicht weiß, was sie tun soll, Fernsehen schaut oder in ihrer Heimatstadt umherspaziert, dem futuristischen Casablanca. Zum Glück aber erledigt sich der Müßiggang schnell von selbst.

Denn Zoe wird in eine Geschichte hineingezogen, von der sie selbst noch nicht ahnt, wie sehr sie ihr Leben verändern wird. Eine Geschichte wie ein Märchen, wandelnd zwischen einer technisierten und einer alten, magischen Welt. Wer den Vorgänger "The Longest Journey" kennt, wird sich in der Geschichte schnell zurechtfinden. Auch weil dessen Hauptfigur April Ryan einen weiteren Auftritt hat. Älter ist sie diesmal, desillusionierter, aber auch weiser . Ein wunderbares Adventure ist "Dreamfall" geworden. Vor allem dann, wenn es sich an die Tradition des Geschichtenerzählens in Spielen erinnert und nicht nur dumme Gags aneinander reiht. Schade nur, dass es bei der Steuerung neue Wege bestreitet. Und man viel Mühe, Geduld und eine ruhige Hand braucht, um die Kamera nicht kreisen zu lassen oder Zoe nicht dauernd vor Wände rennen zu lassen. Das hat sie nämlich nicht verdient.

Für Träumer und Adventurefans mit ruhiger Hand


"Dreamfall – The Longest Journey" von Anaconda, für PC, Xbox  (ab Ende Juni), ca. 45 Euro; USK: Freigegeben ab 12 Jahren


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