Angespielt: Mario Smash Football - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Angespielt Mario Smash Football

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Zurück zur Übersicht

Manche Fußballfans behaupten, dass die Taktik das spannendste an diesem Sport wäre: Da wird dann von Raumaufteilung geredet, merkwürdige Zahlencodes wie 4-4-2 oder 4-3-3 werden bemüht, die angeblich alles erklären. Die unbedarfteren Menschen dagegen wollen vor allem Tore sehen - viele Tore. Die gibt es bei "Mario Smash Football". Und auch die anderen Sachen, die man beim Fußball liebt: Fouls, Pöbeleien und akrobatische Einlagen.

Fotostrecke

"Mario Smash Football": Cartoon-Gekicke

Der größte Störenfried fehlt: Der Schiedsrichter. Der könnte dem Chaos auf dem Platz allerdings kaum Einhalt gebieten. Denn neben Bananenschalen, Bomben und Schildkrötenpanzern, die sich die Spieler gegenseitig an den Kopf werfen, treten noch merkwürdige Gastspieler an. Bowser zum Beispiel. Marios großer Gegenspieler. Der kippt das Fußballfeld und spuckt Feuer. Dabei kennt er weder Freund noch Feind. Fußballpuristen wenden sich erstmal entsetzt ab. Vor allem, wenn sie hören, dass die Mannschaften nur aus fünf Spielern bestehen und dazu mit Figuren aus dem Mario-Universum besetzt sind. Und werfen dann doch noch mal einen Blick auf das Geschehen. Dann stellen sie fest, dass unter dem ganzen Gewusel ein Spiel steckt, in dem Taktik und Raumaufteilung eine große Rolle spielen. Und nehmen den Controller in die Hand und sind begeistert: Davon, wie es "Mario Smash Football" schafft, die Essenz des Fußballs herauszufiltern - und in einem umwerfenden Spiel zu präsentieren. Tor des Jahres - mindestens.

Für alle, die das "Tor des Monats" für den wichtigsten Teil der Sportschau halten - und es ertragen, wenn die wichtigste Nebensache der Welt grandios verulkt wird.


"Mario Smash Football" von Nintendo, für Gamecube , ca. 50 Euro; USK: ohne Altersbeschränkung

Weiter zu: Civilization IV

Mehr lesen über

Verwandte Artikel