Konsequenz aus Hacker-Angriff: DNS-Root-Server verlegt - DER SPIEGEL
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Konsequenz aus Hacker-Angriff DNS-Root-Server verlegt

Das reibungslose Funktionieren des Internet hängt großteils von nur 13 Computern ab: den Root-Servern des Domain Name Systems. Dass die anfällig sind, hat der Hacker-Angriff vom 21. Oktober gezeigt. VeriSign, der Betreiber von zwei Root-Servern, reagierte nun und verlegte einen seiner beiden Großrechner.
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Es ist lange her, dass zum letzten Mal einer der 13 Root-Server seinen Standort wechselte. Seit 1997 sind die Rechner nicht mehr bewegt worden. Nun hat VeriSign einen seiner beiden Domain Name Server nach Nord-Virginia verlegt. Von wo aus der Computer jetzt über die Datenflüsse im Netz wacht, ist nicht genau bekannt. Klar ist nur: Der Provider hat ihn nicht nur lokal von seinem Double getrennt, er läuft nun auch in einem anderen Teil des VeriSign-Netzwerks.

Damit reagierte das Unternehmen auf den Hacker-Angriff vom 21. Oktober, der neun der 13 DNS-Root-Server zeit- und teilweise außer Gefecht gesetzt hatte. Die Verlegung des Rechners soll verhindern, dass eine ähnliche Attacke auf das VeriSign-Netzwerk oder auch ein Hardware-Fehler gleich beide Server lahm legen könnte. Die VeriSign-Server hatten nach Unternehmensangaben allerdings nicht zu den Rechner gehört, die vom Hacker-Angriff betroffen waren.

FBI-Direktor Robert Mueller hatte Anfang der Woche bekannt gegeben, dass die bisher größte DoS-Attacke auf das DNS-System über Rechner in Südkorea und den USA erfolgt war. Wer genau hinter den Angriffen steckt, ist bislang jedoch noch nicht bekannt.