Microsoft: Neues Lizenzmodell für Unternehmen - DER SPIEGEL
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Microsoft Neues Lizenzmodell für Unternehmen

Wie von Beobachtern bereits erwartet, hat Microsoft ein neues Lizenzmodell für die Nutzung seiner Software in Unternehmen bekannt gegeben. In Zukunft soll es teurer werden für Kunden, die "unterdurchschnittlich" oft Updates beziehen - auch ein Mittel zur Absatzsteigerung.
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München - Die Veränderungen sollen am 1. Oktober 2001 in Kraft treten, kündigte der weltgrößte Software-Hersteller am Freitag in München an. Mit dem neuen Modell will Microsoft nach eigenen Angaben das Angebot besser auf die Bedürfnisse der Unternehmenskunden abstimmen.

"Die Vertriebsstrategie von Microsoft, die ursprünglich eher auf den reinen Paket- und Lizenzvertrieb ausgerichtet war, weist mittlerweile eine klare Unternehmensfokussierung auf", wird Wolfgang Ebermann von der Geschäftsführung der Microsoft GmbH in einer Pressemitteilung zitiert. Die Angebotspalette umfasse in Zukunft Einzelplatzlizenzen, unternehmensweite, zeitlich unbegrenzte Lizenzierung oder den Bezug der Software per Miete. Die Anforderungen, die Kunden für einen Konzernvertrag erfüllen müssen, sollen gesenkt werden. Unternehmen müssen demnach nicht mehr über 500, sondern nur noch über 250 PCs verfügen. Auch die Verwaltung der Lizenzen soll für die Kunden deutlich vereinfacht werden.

Nach Angaben von Microsoft könnten 80 Prozent der Volumenlizenzkunden davon ausgehen, dass sich keine Änderungen in den Kosten ergeben. Für Privatkunden ändere sich nichts. Das neue Modell könnte allein Kunden benachteiligen, die "unterdurchschnittlich selten" Upgrades auf neue Softwareversionen beziehen.

In den vergangenen Tagen wurde in verschiedenen Medien über eine neue Lizenzstrategie von Microsoft spekuliert. Experten vermuteten, dass der Softwareriese damit seine Einnahmen aus dem Lizenzgeschäft erhöhen und den häufigen Produktwechsel ankurbeln wolle.