Microsoft Pannenserie reißt nicht ab
Seattle - Microsoft räumte am Dienstag ein, dass es Probleme mit den Servern des MSN Messenger gegeben habe. Der so genannte Instant-Messaging-Dienst ermöglicht es seinen Nutzern normalerweise, praktisch in Echtzeit mit Bekannten und Freunden zu chatten. In den letzten Tagen hatten aber zahlreiche Kunden in Usenet-Foren über teilweise erhebliche Verzögerungen beim Verschicken der Nachrichten geklagt.
Dennoch schien es zunächst so, als wolle der Konzern die technischen Probleme vertuschen. Noch in der letzten Woche hatte ein Sprecher des Softwarekonzerns gegenüber der US-Presse bestritten, von Schwierigkeiten beim MSN Messenger zu wissen. Später gab das Unternehmen zu, Beschwerden von "einigen" Kunden erhalten zu haben.
MSN-Projektmanagerin Sarah Lefko erklärte am Dienstag, nach einem Update der Server-Software seien die Probleme mittlerweile behoben. Dennoch ist der Vorfall für Microsoft peinlich, zumal ihm bereits eine Serie technischer Probleme vorausging. Ende Januar waren wegen einer Hackerattacke mehrere Microsoft-Websites vorübergehend nicht zu erreichen. Ein ähnliches Problem hatte der Konzern zuvor mit dem Fehler eines Angestellten erklärt.