Netzwelt-Ticker Entspannte Geisterfahrer
Neue Studie: Internet hilft bei schweren Entscheidungen
Fast die Hälfte aller amerikanischen Internet-User geht ins Netz um zu großen Entscheidungen im Leben Hilfe zu finden: In welches College das Kind schicken, an welchen neuen Wohnort ziehen? Eine nun vorgestellte Studie zeige die zunehmende Wichtigkeit des Netzes im Alltag der User, wie die Forscher von Pew Internet and American Life Project, einer Non-Profit-Organisation herausstellen. 45 Prozent gaben in der Befragung an, das Internet habe ihnen bei einer großen Entscheidung oder einem wichtigen Moment in ihrem Leben innerhalb der letzten beiden Jahre geholfen. 2002 konnten das nur 40 Prozent aller Internetuser behaupten. 21 Millionen Amerikaner, so die Studie weiter, gingen ins Netz, um sich für den Job fortzubilden, 17 Millionen um für Familienangehörige eine Schule zu finden oder anderen Personen bei einer schweren Krankheit zu helfen. 16 Millionen Amerikaner benutzten das Internet, als sie ein Auto kauften, eine größere Investition tätigen oder eine finanzielle Entscheidung fällen mussten. Breitbandanschlüsse, bessere und stark beworbene Websites seien laut Reuters für die verstärkte Nutzung des Netzes verantwortlich.
Demoparty Breakpoint ist vorbei
Jedes Jahr zu Ostern treffen sich Programmierer, Musiker und Grafiker aus aller Welt in Bingen am Rhein, um gemeinsam auf der Breakpoint Computerkunst zu schaffen, mit ihren Werken gegeneinander anzutreten - und wild zu feiern. Demoparty nennt sich das ganze dann und dreht sich weniger um Politik als um wenige Kilobyte bis mehrere Megabyte große Programme, Zwitterwesen aus Kunst und Technik, die ausschließlich am und im Computer entstehen. Die Veröffentlichungen - Demos, Intros, Musikstücke und Grafiken - gibt es nun auch auf dem Szene-Portal Scene.org zum Download: hier die Wettkampf-Ergebnisse und dort die Downloads . Besonders toll fielen dieses Jahr die Animationen und Filme aus. Mehr Infos über die Demoszene gibt's auf der Website des deutschen Digitale Kultur e.V. und demnächst auf SPIEGEL ONLINE.
Microsoft verliert nicht überall
Während Microsoft im Streit mit der Europäischen Union eben eine Schlappe einstecken mussste, hat das Unternehmen laut CNET News in den Vereinigten Staaten einen wichtigen Sieg davongetragen. Wie ein US-Gericht feststellte, können Konsumenten und Firmen, die Microsoft-Produkte nicht direkt bei Microsoft erworben haben auch nicht gegen den Softwarehersteller klagen.
Flotter Dreier: Mac OSX, Win XP und Linux
Das Open-Source-Projekt, das auch schon OSX und XP per Dual-Boot auf dem Intel-Mac starten konnte, fügt nun auch noch Linux in die Reihe ein. "Triple Boot", wie Onmac.net das Vorgehen nennt, beruht auf Apples Software Boot Camp, mit der XP auf einem Intel-Mac gestartete werden kann. Was dann folgt, bezeichnet Techweb als ungeeignet für User mit "technischer Herzschwäche" - Per Boot Camp startet XP, das über den LILO-Bootloader als Sprungbrett für den Linux-Boot dient. Für Anfänger dürfte der flotte Dreier also eher nicht geeignet sein, als Machbarkeitsstudie beweist er allerdings, dass scheinbar unüberwindbare technische Hindernisse durch die Zusammenarbeit begeisterter Programmierer im Open-Source-Rahmen gemeistert werden können.
Microsoft: Ruhe vor dem Sturm?
Bedeuten die aktuellen Probleme vor Gericht und Verzögerungen bei Windows Vista das Ende von Microsoft? Der Autor einer CoolTechZone-Kolumne sieht darin viel mehr Anzeichen eines Sturms von Next-Generation-Software, der über uns User demnächst hinwegfegen wird. Um seine Argumentation zusammenzufassen: Ein hervorragendes Software-Lineup mit Office 2007, der Windows-Live-Service und Windows Vista und eine ungeheure Anzahl User deuteten auf einen ganz großen Sprung von Microsoft nach vorne hin.
Update zum Ferrari-Crasher
Es gibt Neuigkeiten von Stefan M. Eriksson, Gizmondo-Mitgründer und glückloser Ferrari-Fan. Nach dem schweren Crash mit dem eine Million Euro teuren Ferrari Enzo und den darauf folgenden Gerüchten, Eriksson habe den geschrotteten Ferrari geklaut, ist jetzt klar: Der Schwede wurde in Los Angeles wegen neun Vergehen angezeigt. Darunter: Alkohol am Steuer, Veruntreuung, Autodiebstahl und Waffenbesitz - stellen sich die Anschuldigungen als wahr heraus, erwarten Eriksson bis zu 14 Jahre Gefängnis.
Eriksson, 44 Jahre alt, war Mitgründer und -Chef der europäischen Handheld-Firma Gizmondo, die Anfang des Jahres mit 200 Millionen Dollar Schulden Bankrott ging. Zuvor war Eriksson aus seiner Firma ausgestiegen, als eine schwedische Zeitung aufdeckte, dass er Anfang der Neunziger als Teil der "Uppsala Mafia" festgenommen und zu einer zehneinhalbjährigen Gefängnisstrafe verdonnert worden war.
Wilde Kreuzung
In Sachen Fahrpraxis sollte sich Eriksson vielleicht einmal am Beispiel dieser indischen Kreuzung orientieren . Besonders wertvoll: der einsame Fußgänger, der - seelenruhig - fast von Motorrad und Auto zerquetscht wird und das weiße Fahrzeug, das gegen die Fahrtrichtung steuert.