Netzwelt-Ticker Lassie kehrt heim
Lassie kehrt heim
Ohne großes Gerichtsverfahren ist ein Streit um Lassie.com beendet worden. Seit 1999 war die Domain im Besitz von Warren R. Royal, der sie einige Jahre lang für eine inoffizielle Fan-Site nutzte, seit 2002 aber brach liegen ließ.
Das passte offenbar der New Yorker Classic Media Inc. nicht, welche insgesamt 17 Handelsmarken mit dem Namen der berühmten TV-Hündin besitzt. Sie hatte die von der Uno betriebene World Intellectual Property Organization (WIPO) angerufen und gefordert, man möge ihr die Domain übertragen. Schließlich, so das Argument, sei Lassie "einer der bekanntesten Hunde aus Film, Fernsehen und Zeitschriften" und "eine amerikanische Ikone".
Die hatte das Licht der Welt 1938 in einer Kurzgeschichte von Eric Knight erblickt, die bereits vier Jahre später verfilmt im Kino zu sehen war. Die Stars: der damals 15-jährige Roddy McDowell und die 10-jährige Elisabeth Taylor. Die Geschichte der hündischen "amerikanischen Ikone" spielte in Yorkshire und Schottland und wurde erst rund elf Jahre später in Form einer ersten TV-Serie in die amerikanische Popkultur absorbiert. Was am gefühlten Ikonen-Status natürlich nichts ändert.
Und deren Domain könne man nicht einfach ungenutzt lassen. Dieser Meinung schlossen sich die Wipo-Schlichter an und übertrugen die Online-Adresse der heldenhaften Hündin an Classic Media. Anders hätte es Lassie wohl kaum geschafft, wieder von sich reden zu machen.
Dell nutzt AMD als Verhandlungsargument
Erst seit kurzem verwendet der langjährige Intel-Stammkunde Dell auch Chips des Intel-Konkurrenten AMD. Vorerst allerdings nur in Servern. Das könnte sich bald ändern, so die "Digitimes". Denn schon um Druck auf Intel auszuüben, werde Dell in Kürze auch Notebooks und Desktop-PCs mit AMD-Innenleben verkaufen. Der Grund: Intel hat seinen Großabnehmern die Rabatte gestrichen. Darüber ist man bei Dell offenbar so verärgert, dass nun alle Register gezogen werden, um den Haus- und Hoflieferanten zu einer Rückkehr zur alten Preispolitik zu bewegen.
20 Gründe für Windows Vista
Nachdem wir letztens ja bereits über "20 Gründe, warum sie Windows Vista nicht mögen werden" berichteten, lassen wir nun die Gegenseite zu Wort kommen. Erneut war die "Computerworld" fleißig und hat dieses Mal "20 Gründe, weshalb Windows Vista Ihr nächstes OS sein wird" zusammengetragen. Schön aufgeschlüsselt nach Themengebieten erläutert Autor Scot Finnie, weshalb wir um Vista einfach nicht herumkommen werden. Aber Vorsicht: Er hat sich dafür viel Zeit genommen, die man auch zum Lesen seines Zehnseiters braucht. Definitiv nichts für die Mittagspause.
Super: die schnellsten Supercomputer
Auf der International Supercomputing Conference (ISC2006) in Dresden wurde die 27. Auflage der Supercomputer Top 500 veröffentlicht. Der schnellste Rechner der Welt steht demnach im US-amerikanischen Lawrence Livermore National Laboratory, hört auf den Namen BlueGene/L und schafft 280.6 Teraflops. Augenscheinlich ist das sehr viel, denn schon der Zweitplatzierte schafft nicht mal mehr 100 Teraflops. Der schnellste deutsche Kalkulationsknecht steht im Forschungszentrum Jülich, heißt JUBL, ist ein Verwandter des Spitzenreiters und belegt mit seinen 16.384 Prozessoren sowie 37,3 Teraflops immerhin noch den achten Platz. Noch nicht ganz weltmeisterlich, aber man arbeitet offenbar daran.
Yahoo-IM für Mac
Kaum drei Jahre haben sich Programmierer bei Yahoo Zeit gelassen, jetzt ist es endlich so weit: Es gibt ein Mac-Update für den Yahoo Messenger. Der hat mit der Version 3 nicht nur ein hübsches neues Design, sondern auch ein paar neue Funktionen bekommen. Am wichtigsten: Webcams werden endlich unterstützt. Trotzdem, so moniert "Techcrunch" , fehlen immer noch zwei der herausragenden Funktionen der PC-Version: VoIP-Unterstützung und Kompatibilität zu Plug-Ins. Na ja, war wohl keine Zeit mehr, das auch noch einzubauen. Drei Jahre sind doch ziemlich knapp.
Microsoft macht Monitor
Nach einem Bericht der britischen "Personal Computer World" plant Microsoft einen speziellen TFT-Monitor für Windows Vista herauszubringen. Demnach arbeite die Redmonder Firma gemeinsam mit Samsung an einem 22 Zoll-TFT-Display im Widescreen-Format, das sich besonders gut für das neue Windows eignen soll. Wie die Autoren selber vermerken, mochte bei Microsoft niemand zu diesem Gerücht Stellung beziehen.
Das schnellste Internet-Café
Die Goonhilly Satellite Station im britischen Cornwall könnte bald zum Mekka für Download-Freaks werden. Einem Bericht der BBC zufolge eröffnete in der Anlage, die insgesamt 61 Satellitenantennen umfasst, ein Internet-Café, mit direktem Anschluss an das globale IP-Netzwerk der BT. Als Resultat sollen computerisierte Besucher Download-Raten von bis zu 100 Megabit pro Sekunden nutzen können. Das Herunterladen der DVD-Version der Encyclopaedia Britannica soll damit binnen 15 Minuten erledigt sein. Normale Breitband-Anschlüsse, so Adrian Hosford von der BT, wären mit derselben Aufgabe mehr als fünf Stunden ausgelastet. Na dann ist wohl klar, wohin die nächste Urlaubsreise geht.
Bose machts leicht
Mit dem Kopfhörer-System QuietComfort 2 konnte sich Hifi-Hersteller Bose zumindest unter Vielfliegern schon etliche Fans sichern. Dank einer aktiven Geräuschunterdrückung sperren die teuren Dinger Außengeräusche effektiv aus und lassen nur die vom Hörer gewünschte Musik ans Trommelfell. Der einzige Kritikpunkt war bisher das etwas klobige, schwere Design. Damit soll nun die dritte Generation aufräumen. Viel leichter und kleiner, so "InfoSync" , seien die neuen Quietcomfort 3-Modelle, bieten dabei aber dieselbe Klangqualität wie ihre Vorgänger. Nur der Preis ist nicht abgespeckt worden: Bei 349 US-Dollar wird man die Leise-Macher wohl nur in den vorderen Sitzreihen antreffen.
Details zu DirectX 10
PC-Gamer warten seit langem auf Informationen zu Microsofts Spiele-Programmierschnittstelle DirectX 10. Die Kollegen von "ars technica" haben einige davon ausgegraben. So soll das Update die Nutzung von Xbox-Controllern auch am PC ermöglichen, was noch keine echte Sensation ist. Den Programmierern selbst wird wichtiger sein, dass mit der Version 10 ein sogenanntes "unified shader model" eingeführt wird. Dadurch müssen Spiele nicht mehr speziell an die unterschiedlichen Grafikchips von nVidia und ATI angepasst werden.
Interessant ist auch die Anhebung der maximalen Texturgröße auf 8192 x 8192 Pixel, was den Speicherbedarf Grafik-lastiger Games deutlich anheben dürfte. Vor allem aber müssen sich PC-Spieler mit DirectX 10 nicht mehr grämen, dass ihre Rechner weniger tolle Grafiken zaubern können als die neuen Spielkonsolen. Vielmehr, so zitiert "ars technica" einen Entwickler, wird es Möglichkeiten geben, die sogar jene der neuesten Konsolen übertreffen. Selbst das Gerücht, DirectX 10 nur für Windows Vista verfügbar zu machen, sei reines Marketing, räumt der Artikel auf. Stattdessen, so heißt es, läge der Grund in Vistas neuer Treiber-Architektur, die das nächste Direct X zwingend benötige.