Scientology-Software: Spioniert Windows 2000 den User aus? - DER SPIEGEL
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Scientology-Software Spioniert Windows 2000 den User aus?

Neuer Gegenwind für Windows 2000: Jetzt wird das Betriebssystem auch vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unter die Lupe genommen - wegen möglicher Sicherheitsmängel.
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Bonn - Im Mittelpunkt der Untersuchung steht offensichtlich das Defragmentierungsprogramm "Diskeeper" . Die Wartungssoftware, eine Komponente des umfangreichen Betriebssystems, stammt von der kalifornischen Firma Executive Software  des bekennenden Scientologen Craig Jensen.

Überprüft werden soll vor allem, ob Anwenderdaten von der Festplatte unbemerkt an Dritte weitergeleitet werden könnten, erläuterte BSI -Sprecher Michael Dickopf. Auf diese Weise wäre es möglich, den Nutzer auszuspionieren.

Derzeit würden mit Microsoft Verhandlungen über die konkrete Überprüfung des Systems in den USA geführt, sagte Dickopf. Der Softwarekonzern habe einer Untersuchung der umstrittenen Software aber bereits zugestimmt.

Windows 2000 , das wohl größte kommerzielle Software-Projekt der Computer-Geschichte, war zuletzt wegen rund 60.000 im Quellcode versteckter Fehlerquellen in die Kritik geraten. Zuvor hatte die EU-Kommission angekündigt, eine Untersuchung wegen möglicher Inkompatibilitäten mit Programmen anderer Hersteller einzuleiten.

Das Nachfolger-Programm von Windows NT soll am Donnerstagabend von Microsoft-Chef Steve Ballmer und Konzerngründer Bill Gates in San Francisco der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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