Sicherheit im Netz Liste der größten Lecks
"Der Großteil der Störfälle wird durch wenige Lecks in den gängigen Betriebssystemen ermöglicht. Dabei hoffen die Hacker darauf, dass die Betreiber die Fehler nicht beheben", schreiben die Verfasser der Liste auf ihrer Homepage. Obwohl es jährlich mehrere tausend Angriffe auf die Systeme gäbe, würden die meisten Versuche die gleichen Schwachstellen ausnutzen. Die Liste der Windows-Lecks wird angeführt von den Internet Information Services (IIS), mit dem sich ein Web-Server einrichten lässt. Als potenziell problematisch werden ebenfalls der Internet Explorer und das Mailverwaltungsprogramm Outlook genannt.
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Wichtigste Empfehlung für vorbeugende Schutzmaßnahmen ist die Installation der jeweils aktuellen Patches. Dabei handelt es sich um kleine Programme, die in regelmäßigen Abständen von der Homepage der Betreiber heruntergeladen und dann auf dem eigenen Rechner installiert werden können. Ganz oben auf der Liste der Unix-Schwachstellen steht das so genannte BIND-Paket, das dazu dient, Internet-Adressen mit den zugehörigen Zifferncodes im Domain Name System (DNS) abzugleichen. Als weitere Problemstellen werden der Web-Server Apache und die Mail-Technik Sendmail aufgeführt.
Die Abkürzung SANS steht für die vier Begriffe System Administration (Systemverwaltung), Audit (Überprüfung), Network (Netz) und Security (Sicherheit). Vor drei Jahren hatte das 1989 gegründete Institut zusammen mit dem National Infrastructure Protection Center die zehn empfindlichsten Schwachstellen im Internet zusammengefasst. Die doppelt so lange Liste erschien ein Jahr später und wird seit dem jährlich aktualisiert.