Angeblicher Lizard-Squad-Hacker zu Bewährungsstrafe verurteilt - DER SPIEGEL
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Finnischer Jugendlicher Angeblicher Lizard-Squad-Hacker zu Bewährungsstrafe verurteilt

Einem Zeitungsbericht zufolge ist ein 17-jähriger Finne in 50.700 Fällen von Computerkriminalität für schuldig befunden worden. Der Mann soll der Hackergruppe Lizard Squad angehören. Die reagierte amüsiert.
Von Lizard Squad gehackte Webseite (Archivbild): Angriffsziel Malaysia Airlines
Von Lizard Squad gehackte Webseite (Archivbild): Angriffsziel Malaysia Airlines

Von Lizard Squad gehackte Webseite (Archivbild): Angriffsziel Malaysia Airlines

Foto: HANDOUT/ Reuters
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Der finnischen Zeitung "Kaleva"   zufolge war der Teenager unter anderem des Dateneinbruchs und schweren Betrugs angeklagt. Nach Überzeugung des Gerichts hatte sich der Täter Zugang zu persönlichen Daten von Privatpersonen und vertraulichen Firmeninformationen verschafft. Mit ihrer Hilfe konnte er Kreditkartenbetrug und Geldwäsche betreiben.

Laut "The Daily Dot"  handelt es sich bei dem Heranwachsenden um Julius K., Szenename zeekill. Dies hätten mehrere unabhängige Quellen bestätigt. K. wurde im Dezember 2014 vom IT-Sicherheitsexperten Brian Krebs als Mitglied der Hackergruppe Lizard Squad identifiziert . Der Teenager war erstmals im Dezember 2013 wegen des Verdachts verhaftet worden, ein Botnet mit 60.000 gekaperten Computern betrieben zu haben.

Lizard Squad wird mit schweren Online-Attacken wie dem Angriff auf den Computerhersteller Lenovo sowie auf Sonys und Microsofts Spielenetzwerke PSN und Xbox Live in Zusammenhang gebracht.

Eines der Opfer von K.s Aktivitäten zeigte sich gegenüber "The Daily Dot" mit dem Urteil sehr unzufrieden: Blair Strater aus Chicago. Über einen Zeitraum von drei Jahren waren er und seine Familie aus Chicago Opfer von K.s Angriffen. Durch Identitätsdiebstahl und andere Manipulationen  sei die Familie terrorisiert worden und habe finanziellen Schaden erlitten.

"Ich habe jedes Vertrauen in das Rechtssystem verloren", sagte Strater nun nach dem Urteil . "Die Wahrheit ist, dass Julius K. niemals für seine Verbrechen bezahlen wird."

Die Hackergruppe machte sich unterdessen über ihren Twitter-Account lustig über das Urteil: "Im Grunde wird er zwei Jahre lang von der lokalen Polizei überwacht. Man muss Finnland lieben. :) "

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