Angespielt American McGee presents Bad Day L.A.
Es klingt wie eine gute Idee: Ein Spiel über die Terrorangst zu machen, Hysterie und Paranoia auf die Schippe zu nehmen und darüber zu lachen, dass es Menschen gibt, die anderen einreden wollen, dass sich hinter jedem Bau ein bärtiger Bombenleger versteckt hält.
Deshalb lässt Designerlegende American McGee Flugzeuge mit Biowaffen über Los Angeles explodieren, platziert MG-tragende Terroristen in Hauseingängen und lässt Tsunamis über das Katastrophengebiet rollen. Eine ätzende Satire will das in Comicgrafik gehaltene "Bad Day L.A." sein, dessen Hauptfigur einer der Ausgestoßenen der amerikanische Gesellschaft ist. Ein Obdachloser, der mit Feuerlöscher, Verbandskasten und Schrotflinte bewaffnet loszieht. Um sich zu retten, andere nur, wenn es darauf ankommt. Hilfe haben die schließlich nicht verdient, die in teuren Autos im Stau stecken. Was wie eine gelungene "South Park"-Folge anfängt, gleitet bald in "Beavis & Butthead"-Humor ab. Weg von der Satire, hin zu Witzen, die Menschen lustig finden, die Pfurzkissen für eine der größten Erfindungen aller Zeiten halten. Und das ist schade, denn eines könnte die Videospielewelt dringend gebrauchen: gute politische Spiele.
"American McGee presents Bad Day L.A." von Frogster Interactive, für PC, ca. 35 Euro; USK: Freigegeben ab 16 Jahren.
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