Angespielt Animal Crossing
Warum muss in Spielen eigentlich immer was los sein? Es geht doch auch anders. Wie in "Animal Crossing: Wild World" zum Beispiel. Da richtet man es sich gemütlich ein, in einem kleinen Häuschen in einem Ort im Nirgendwo. Man streicht die Wände, verlegt Teppich, kümmert sich um den Garten. Danach schlendert man durchs Dorf, stellt sich den Nachbarn vor und plaudert noch ein wenig. Oder man geht an den Strand.
Vielleicht ist "Animal Crossing" so etwas wie ein Puppenhaus für Videospieler, das man sich so einrichtet, wie es einem gefällt. Um dann Freunde einzuladen, die einen online besuchen können. Mit ihnen tauscht man Geschenke aus und zeigt ihnen das Dorf. Vielleicht zu einer Zeit, an der gerade etwas besonderes stattfindet. Das passiert nämlich manchmal und wenn man gerade nicht da ist, passiert es auch ohne einen.
Die Zeit im Spiel ist nämlich an die Systemzeit des Nintendo DS gekoppelt und vergeht wie im wahren Leben. Eigentlich ist das Spielen von "Animal Crossing" nur eine Ausrede für Nichtstun. Eine ganz wunderbare allerdings.
Für Menschen, die eine sehr niedliche Ausrede für Nichtstun suchen.
"Animal Crossing: Wild World" von Nintendo , für Nintendo DS, ca. 35 Euro; USK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
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