Angespielt: Machinarium
Angespielt Machinarium
Das Adventure-Genre ist in den letzten Jahren nicht durch besondere Innovationsfreude aufgefallen. Zu bemühten oder tatsächlich amüsanten Geschichten suchen Spieler den Bildschirm nach Gegenständen ab, die sich kombinieren lassen und so den Weg durch die Geschichte öffnen. "Machinarium" macht es ähnlich und ist doch ganz anders.
Denn in "Machinarium" sind die Rätsel nicht abstrus, sondern der Geschichte dienlich. Diese wird nicht in bemühten Dialogen erzählt, sondern über die rostig-industriellen Bilder und die Gedankenzeichnungen des kleinen Roboters, der die Spielfigur in diesem tschechischen Adventure ist. Kein Wort, keine Stimme stört die entspannt ambiente Musik, die über dem Spiel liegt und der melancholischen Atmosphäre ihren Stempel aufdrückt.
Dazu kommt, dass die Lösung der Rätsel meist naheliegend, aber oft um mehrere Ecken gedacht durchzuführen ist. Das kann frustrierend sein, wenn man sich über die Lösung im klaren ist, aber den Weg noch nicht klar vor Augen hat. Die Reduktion auf das Wesentliche lässt einen aber länger in den einzelnen Szenen verharren, die wunderbaren Zeichnungen betrachten und sich freuen, dass es immer noch Adventures gibt, die einen überraschen und fesseln können. Ein kleines Meisterwerk!
P.S.: Und ja, wer das schon beim ersten Blick auf die träumerischen Grafiken vermutet hatte, liegt absolut richtig: Machinarium kommt von den Machern des Kult-Klassikers Samorost , einem der besten Casual Games, die je für das Web entwickelt wurden.
"Machinarium" von Daedalic für PC und Mac, ca. 30 Euro; USK: ohne Altersbeschränkung
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